Ulrike Höfken unterwegs in der Verbandsgemeinde Edenkoben
Exkursion mit Umweltministerin

Ministerin Ulrike Höfken auf Exkursion in der Verbandsgemeinde Edenkoben.
  • Ministerin Ulrike Höfken auf Exkursion in der Verbandsgemeinde Edenkoben.
  • Foto: Ivonne Trauth
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Edenkoben. Ulrike Höfken, Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten war am Donnerstag letzter Woche zu Besuch in der Verbandsgemeinde Edenkoben. Die Exkursion führte raus in die Natur, ans Gewässer und rein in Landschaften mit Wildblumen. So waren die vielfältigen Maßnahmen in den Bereichen Gewässerrenaturierung in Verbindung mit biotopverbessernden Maßnahmen des Projektes „Blühende Landschaften“ im Mittelpunkt der Exkursion.
„Schön, dass die Verbandsgemeinde Edenkoben schon seit 1995 hier aktiv ist“ - bei der Gewässerrenaturierung im Rahmen der Aktion Blau Plus, freute sich die Ministerin. Überhaupt gewinne die Renaturierung im Hinblick auf die Starkregenereignisse und auf den Hochwasserschutz sehr an Bedeutung. Die in der Verbandsgemeinde Edenkoben gelebte Verbindung der Strukturen – im Bereich der Gewässerrenaturierung und der ökologischen Diversifizierung der Landschaft mit dem Projekt „Blühende Landschaft“ – seien wichtige Aspekte in der heutigen Zeit: „Super, wie das hier funktioniert“, lobte Höfken.
Die Exkursion startete am alten Turnplatz in Rhodt. Hier wurde in der Dorfmitte am alten Sportplatz der Leiselbach offengelegt, renaturiert und Retentionsraum gebildet. Eine Verwandlung vom Leiselbach als verrohrten Kanal hin zum bespielbaren Dorfbach hat sich hier vollzogen. Von einer schwierigen Situation bei der Entscheidungsfindung im Gemeinderat hin zu dieser Sport- und Freizeitstätte, auch bedingt durch die Historie des alten Sportplatzes, sprach Ortsbürgermeister Dr. Torsten Engel. Mit der Umgestaltung sei jedoch ein Kleinod inmitten des Dorfes mit naturnahem Spielplatz entstanden, das auch zur Aufwertung beitrage.
Der Kindererlebnisraum in Edesheim war die nächste Station. Hier wurde der Modenbach auf einer Länge von 75 Meter renaturiert und zugleich ein Kinder-Erlebnisraum im Uferbereich in Nachbarschaft der Kath. Kindertagesstätte und des Spielplatzes geschaffen. Auch hier gilt: „vom Abflussgraben zum Dorfbach mit Spiel- und Erlebnisraum“. Der Erlebnisraum inmitten des Dorfes werde angenommen, Kinder lieben Wasser und auch das sich komplett einmatschen, so Gouasé. Wenn auch das „nach dem Rechten Schauen“ zugenommen habe, diese Arbeit übernehme die Ortsgemeinde sehr gerne, betonte der Erste Beigeordnete Karl Herbst. Der Kindererlebnisraum sei auch solch ein wichtiger Ort innerhalb einer Gemeinde, der sich zu einem Mittelpunkt der Kommuniaktion entwickle, bestätigte die Umweltministerin.
Durch 4000 Meter Erdgeschichte ging die Exkursion weiter vom Haardtrand im Westen zu den Maßnahmen im Gäu im Osten. Der Triefenbach in Böbingen, früher Abflussgraben, präsentiert sich heute auf insgesamt 1.200 Meter als Auebach - nach einer Gewässerrenaturierung mit integrierter Bildung von naturnahem Retentionsraum und Blühender Landschaft. „Eine Augenweide“, wie der Bürgermeister trefflich feststellte. Seit 1995 ist die Verbandsgemeinde Edenkoben in der Gewässerrenaturierung (Aktion Blau Plus des Landes Rheinland-Pfalz) rege tätig. 148 Kilometer Bachläufe (sog. Gewässer dritter Ordnung) verlaufen durch die Verbandsgemeinde. Und 31 Hektar renaturierte Gewässerentwicklungsstreifen wurden im Bereich der Aktion Blau vom Land bereits gefördert, informierte Gouasé den Gast aus Mainz. Diese ökologische Aufwertung und der geschaffene Wasserrückhalteraum sowie die vielfältigen Maßnahmen zu Verbesserung der Biodiversität der Landschaft seien wichtige Fokusthemen der Verbandsgemeinde, betonte der Bürgermeister.
Seit 2001 wirkt die Verbandsgemeinde zudem im Netzwerk „Blühende Landschaft“.
Um die Gewässerentwicklungsstreifen mit blühenden Flächen zu vernetzen, hat die Verbandsgemeinde inzwischen 13 Hektar an Flächen aus eigenen Mitteln erworben und darauf die Saatgutmischung heimischer Wildblütenpflanzen mit 55 verschiedenen Blumenarten ausgebracht.
„Wir sind stolz auf unser bisher Erreichtes, gerade weil dies im politischen Kontext erfolgte,“ sagte Gouasé und dankte der Ministerin wie auch deren Mitarbeitern für die erfahrene Unterstützung. In der Verbandsgemeinde Edenkoben sei „viel Engagement da“, ein positives und beispielgebendes Signal, so Höfken zum Abschluß der Exkursion. ivt

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