"Vor Irrfahrten bewahren"
Theaterprojekt hilft jungen Arbeitsuchenden auf ihrem weiteren Weg

Um "Irrfahrten - spielerische Gedanken zur Odyssee von Homer" ging es diesmal beim Theaterprojekt für junge Arbeitsuchende, das die Musik- und Kunstschule (MuKs) zusammen mit dem Internationalen Bund (IB) durchführt. Manche Irrfahrt hatten auch die beteiligten jungen Menschen schon hinter sich bei Schulbesuch und Bewerbungen, so dass sie bislang noch nicht richtig Fuß fassen konnten. Dieses Theaterprojekt, das bereits mehrfach im Kunsthof der MuKs stattfand, ist Bestandteil des Programms "Jugend stärken im Quartier", das gefördert wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie aus dem Europäischen Sozialfonds.

Jugend stärken im Quartier

Ebenfalls unterstützten zum wiederholten Mal sowohl die Stadt Bruchsal als auch die Bürgerstiftung diesen Workshop. "Weil es ein wichtiges und erfolgreiches Projekt ist für junge Menschen, um sie vor weiteren Irrfahrten zu bewahren", sagten Gilbert Bürk und Dorothee Eckes vom Vorstand der Bürgerstiftung. Ernst Heid vom IB sagte ergänzend: "Wir haben eine Erfolgsquote von rund 80 Prozent bei den bisherigen Theaterworkshops erzielt."
Ziel ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Mut zu machen und Orientierung zu geben, ihnen Selbstwertgefühl zu vermitteln sowie neue Perspektiven und Möglichkeiten zu zeigen. Dazu gehörte das gesamte gruppendynamische Geschehen bei den Proben, die Auseinandersetzung mit dem Thema und die Herausforderung sich öffentlich auf der Bühne zu präsentieren.

Irrfahrten als Schattenspiel

"Die Beteiligten, die sich vorher nicht kannten, pflegten einen sehr respektvollen Umgang miteinander. Mit vielen kreativen Ideen entwickelten sie gemeinsam und lebhaft als Team die Szenen und bauten viele - zum Teil sehr witzige - Details ein", sagt Caroline Scheringer, Theaterpädagogin der MuKs, die zusammen mit Beate Metz das Projekt durchgeführt hat. Ines Unser sorgte für das passende Bühnenbild und die Details bei der Kostümierung. Ulrich Volz, der Projektleiter, der nun bereits auf sechs Projekte zurückblicken kann, sah im Wechsel der Teammitglieder eine der größten Herausforderungen. "Während der Entwicklung des Stücks änderte sich die Zusammensetzung der Gruppe mehrfach, weil Teilnehmer eine Anstellung oder einen Praktikumsplatz erhielten und wir waren gezwungen neue einzugliedern und uns auf sie einzustellen", sagte Volz.

Neues entdecken und Grenzen überwinden

"Theaterspielen war für viele der Akteure fremd und es erforderte ihren ganzen persönlichen Mut sich darauf einzulassen. Dabei entdeckten sie ihre Fähigkeiten und ihre Grenzen. Sie lernten aber auch, Grenzen zu überwinden."
Die "Irrfahrten" wurden überwiegend als Schattenspiel dargestellt, da sich die Akteure dabei ungezwungener bewegen konnten. Sie führten vom einäugigen Zyklopen Polyphem zur verführerischen Circe und den lockenden Sirenen bis hin zur Verderben bringenden Skylla, beobachtet von Aiolos, dem Gott der Winde und Hermes, dem überarbeiteten Götterboten. "Wir haben erstmals ein Schattenspiel ausprobiert und damit spannende Bilder erzeugt sowie interessante Effekte erzielt. Es hat Riesenspaß gemacht", sagte Beate Metz nach der Aufführung.

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