Besichtigungsmöglichkeit am Europäischen Tag der jüdischen Kultur
Israelitischer Friedhof auf dem Eichelberg

Der jüdische Friedhof auf dem Eichelberg ist ein bedeutendes Kulturdenkmal.
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  • Der jüdische Friedhof auf dem Eichelberg ist ein bedeutendes Kulturdenkmal.
  • Foto: Henrik Fessler
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Bruchsal. Bereits zum 21. Mal findet am Sonntag, 1. September, der Europäische Tag der jüdischen Kultur statt, der in fast 30 europäischen Ländern von Großbritannien bis in die Ukraine veranstaltet wird.

Seit 2004 beteiligt sich auch die Stadt Bruchsal daran und stellt dabei den eindrucksvollen jüdischen Friedhof auf dem Eichelberg in den Mittelpunkt. Dieser wurde mitten im Dreißigjährigen Krieg angelegt, umfasst heute nach mehreren Ausbaustufen eine Ausdehnung von rund zwei Hektar und besitzt als bedeutendes Kulturdenkmal regionale Bekanntheit. Den schlimmsten Einschnitt erlebte der Friedhof während der NS-Diktatur, als viele Gräber geschändet und ihrer Steine beraubt wurden. Nicht zuletzt durch die Bemühungen der Stadt Bruchsal ist jedoch längst wieder ein würdiger Zustand hergestellt. Zu der Anlage zählt auch eine Gedenkstätte, in die eine Säule der vor 75 Jahren, während der Pogromnacht vom November 1938, zerstörten Bruchsaler Synagoge integriert wurde.

Am 1. September besteht von 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr die Möglichkeit zur Besichtigung des Friedhofes. Mitglieder des Heimatvereins Untergrombach informieren an verschiedenen Stationen über die historische und rituelle Bedeutung der Anlage. Thematisiert werden an diesem Tag auch die Schändung des Friedhofes und der Überfall deutscher Truppen auf Polen, beide Ereignisse vor 80 Jahren gingen dem Holocaust voraus.

Männer müssen auf dem Friedhof eine Kopfbedeckung tragen, allgemein wird um angemessene Kleidung für den Besuch gebeten. Mit dem Auto erfolgt die Anfahrt zum jüdischen Friedhof auf dem Eichelberg von der Bundesstraße 3 zwischen Untergrombach und Bruchsal über die Zufahrtsstraße zur General-Dr.-Speidel-Kaserne. Hinweisschilder werden aufgestellt und markieren den Weg. ps

Weitere Informationen:

Weitere Informationen gibt es bei der Stadt Bruchsal, E-Mail-Adresse: kultur@bruchsal.de

Autor:

Jessica Bader aus Ludwigshafen

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