Betreiberwechsel führt zu Unmut
CDU-Ortsverband kritisiert Abellio

Von diesen schmucken Zügen gibt es leider zu wenige - und das sorgt in der Region für Unmut.
  • Von diesen schmucken Zügen gibt es leider zu wenige - und das sorgt in der Region für Unmut.
  • Foto: Abellio
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Heidelsheim/Helmsheim. Die Vergabe von Beförderungsleistungen auf der Schiene durch das Land Baden-Württemberg an Abellio sorgt auch in Heidelsheim und Helmsheim für Unmut. Es geht um die S9 zwischen Bruchsal und Mühlacker. Züge fallen aus, veränderte Abfahrtszeiten führen zum Verpassen gewohnter Anschlüsse, zu langen Wartezeiten und vielfach zu verlängerten Reisezeiten in Richtung Arbeitsplatz oder Schule.

Die Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH, ein privater Anbieter im öffentlichen Schienenpersonennahverkehr mit Sitz in Stuttgart, übernahm im Juni insgesamt sechs Regionalbahnlinien im Land. Grundlage für den Betrieb ist ein auf 13,5 Jahre geschlossener Verkehrsvertrag zwischen Abellio und dem Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg. Eigentlich sollen ab dem Fahrplanwechsel im Dezember auch die Linien RE 10a und 10b von Stuttgart über Heilbronn und Heidelberg nach Mannheim dazukommen. Doch Abellio hat Probleme, denn das Unternehmen mit niederländischen Wurzeln hat zu wenig Züge.

Massive Lieferschwierigkeiten bei Bombardier führten dazu, dass schon für Abellios erste Betriebsstufe längst nicht alle vertraglich zugesagten Züge geliefert werden konnten. Die CDU Heidelsheim/Helmsheim stellt in einer Mitteilung an die Presse die  Frage, wie ein Unternehmen beauftragt werden konnte, das zum Vergabezeitpunkt weder über ausreichend Züge noch über Wartungseinrichtungen in der Region verfügte.

Die Christdemokraten sehen die Verantwortung für die Misere nicht beim Zughersteller, sondern bei Abellio selbst - ´und beim zuständigen Verkehrsministerium. Das vorher bestehende System in AVG/KVV-Regie sei über Jahrzehnte eingespielt gewesen und  habe weitgehend zufriedenstellend funktioniert.

Die CDU beklagt weiter, dass der ÖPNV, der in der Fläche sowieso unter mangelnder Akzeptanz leide, damit noch unattraktiver werde. "Die neue Abellio-Bahn RB 17c ist wie ein Fremdkörper in eine bisher funktionierende Verkehrslandschaft hineingedrückt  - ohne Rücksicht auf bestehende lokale und regionale Vernetzung, insbesondere bei den Anschlüssen", heißt es in der Pressemitteilung des CDU-Ortsverbandes weiter. 

Man fordere die Verantwortlichen auf, sich der Probleme unverzüglich anzunehmen und möglichst kurzfristig Verbesserungen zu erreichen. Vor dem nächsten Fahrplanwechsel im Dezember sei eine weiträumige Abstimmung der Verkehrszeiten durch alle Verkehrsträger in der Region unter Beteiligung der Kreise, Kommunen, Firmen und Schulen zu fordern, damit die Angebote für die Nutzer wieder stimmten. Ein besonderes Anliegen sind dem Ortsverband kurze und doch ausreichend lange Übergangszeiten beim Umstieg zwischen der RB 17c und den Stadtbahnlinien S 31 und S 32 in Bruchsal.

Autor:

Cornelia Bauer aus Bruchsal

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