Ü60 knacken alle Rekorde
Am 9. August 2018 hat alles begonnen
- Abschlussbild in der Gaststätte. In der Mitte das glückliche Geburtstagskind.
- Foto: Gerhard Öfner
- hochgeladen von Gerhard Öfner
Im Radsport-Team Kraichgau wurde eine Seniorengruppe gegründet. Aus der Überlegung heraus, dass der Trainingsbetrieb der jüngeren Sportler zu schnell war und die Älteren allmählich wegblieben und alleine unterwegs waren. Erstmalig am Treffpunkt in Untergrombach fanden sich fünf Senioren mit ihren Rennrädern ein. Und siehe da, es wurden stetig mehr begeisterte Teilnehmer. 12-18 Ü60-izger sind keine Seltenheit mehr. Am vergangenen Freitag jedoch werden nun mit 22 Sportlern alle bisherigen Rekorde geknackt! Da ist beinahe schon eine Polizeieskorte nötig. Wo geht’s hin mit einem so gewaltigen Fahrerfeld? Kollege Ferdi schlägt kurzerhand eine Rundtour in der flachen Rheinebene vor, mit Zwischenstopp in Karlsruhe und einer Runde Geburtstags-Freibier. Die Option wird allseits ohne Gegenwehr angenommen. Natürlich muss die Pause verdient sein.
Die Tour
So ist sein Plan nicht der direkte Weg, sondern zuerst in Richtung Graben-Neudorf und bis Germersheim. Den Sprung über den Rhein schaffen wir über die Brücke. Wir genießen das Fahren auf ruhigen Landstraßen innerhalb des mächtigen Fahrerfelds über Lingenfeld, durch die hübschen Dörflein Lustadt, Zeiskam, Bellheim. Das Pfälzische Lustadt, pfälzisch „Loscht“ ist bekannt für das alljährliche „Handkeesfest“, Bellheim für seine Traditionsbrauerei. Johann Karl Silbernagel legte den Grundstein bereits im Jahr 1865. Über leichte Wellen rollen wir weiter nach Rülzheim, Kuhardt und Leimersheim. Nein: nicht über die Rheinfähre. Wir bleiben bei den Pfälzern am Rhein entlang und kurbeln im großen Bogen nach Wöhrt. Bei Maximiliansau überqueren wir wieder den Rhein zurück ins badische. Auf der Radspur entlang der Südtangente beschleunigen uns bereits die Gedanken an Freibier in entspannter Runde. Angekommen an einer Sportgaststätte des TC Karlsruhe-West, schnell die 22 Rösser geparkt, Helm ab und rauf auf den Balkon. Ruckzuck war das bleifreie Weizenbier ausverkauft. Nach schmackhafter original polnischer Küche steigt der Kalorienpegel wieder auf Radlerlevel. Somit war die Reststrecke nördlich am Schloss vorbei, durch die schattige Friedrichstaler Allee und weiter bis Bruchsal kein Problem.
Bilanz der Tour
Grandioses Radlerwetter, tolle Kameradschaft, 2 platte Reifen, Rekordbeteiligung, 111 Kilometer herrliche Strecken und im Schnitt 23,8 km/h Speed.
Autor:Gerhard Öfner aus Bruchsal |
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