Holocaust-Ausstellung im Kreishaus: Führung und freier Eintritt ins Foyer
- Die Ausstellung im Kreishaus lädt dazu ein, sich vor Ort mit Geschichte und Verantwortung auseinanderzusetzen.
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Bad Dürkheim. Wer sich vor Ort mit der Frage beschäftigen will, wie der Holocaust möglich war, kann das ab Sonntag, 11. Mai, im Foyer der Kreisverwaltung tun. Bis Mittwoch, 28. Mai, zeigt das Kreishaus die Ausstellung „Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“.
Die Ausstellung blickt nicht nur auf die Rolle der NS-Führung, sondern auch auf das Mitwirken vieler anderer. Im Mittelpunkt steht, wie „gewöhnliche“ Menschen in Regierung und Gesellschaft in Zusammenarbeit und Mittäterschaft eingebunden waren. Gleichzeitig zeigt die Schau auch Beispiele von Personen, die nicht mitgemacht haben und damit Alternativen zu Kollaboration und Täterschaft sichtbar machen.
Öffentliche Führung am Dienstag, 19. Mai
Die Ausstellung ist nach Angaben der Kreisverwaltung zu den üblichen Öffnungszeiten im Foyer frei zugänglich. Am Dienstag, 19. Mai, bietet Dominik Hook von der Gedenkstätte KZ Osthofen um 16 Uhr eine öffentliche Führung an. Die Führung ist kostenlos. Das Team bittet um Anmeldung bis Donnerstag, 14. Mai, per E-Mail an kultur@kreis-bad-duerkheim.de.
Konzipiert hat die Ausstellung das United States Holocaust Memorial Museum. Weitere Informationen gibt es unter www.ushmm.org/einige-waren-nachbarn. In Rheinland-Pfalz verleiht die Gedenkstätte KZ Osthofen die Ausstellung als Kooperationspartner.
Die Kreisverwaltung Bad Dürkheim organisiert die Ausleihe außerdem für mehrere Schulen in Kreisträgerschaft. Nach der Station im Foyer wandert die Ausstellung an die Gottlieb-Wenz-Schule in Haßloch und an die Berufsbildende Schule in Bad Dürkheim weiter. Dort läuft sie nicht öffentlich, sondern wird im Unterricht eingesetzt.
Autor:Reiner Bohlander aus Frankenthal |