Bad Dürkheim setzt bei Hitze auf mehr Schatten, kühle Orte und bessere Warnung
- Wenn die Hitze in der Stadt steht, zählt jeder Schattenplatz und jede Möglichkeit zur Abkühlung.
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Bad Dürkheim. Wenn die nächsten Hitzetage kommen, setzt die Stadt auf mehr Abkühlung im Alltag und rüstet bei Gebäuden und Warnsystemen nach. Bad Dürkheim bündelt dafür verschiedene Maßnahmen. Sie reichen von Trinkwasserbrunnen bis zu energetischen Verbesserungen an Schulen und Kitas.
Die Stadtverwaltung Bad Dürkheim behandelt Klimafolgenanpassung nicht als einzelnen Hitzeaktionsplan, sondern als Aufgabe quer durch die Verwaltung. Die Folgen des Klimawandels fließen laut Stadt bei Planungen und Investitionen ein. Im Mittelpunkt stehen Schutz und Lebensqualität der Bevölkerung.
Im Stadtgebiet gibt es bereits mehrere Orte und Angebote, um an heißen Tagen durchzuatmen. Die Stadt nennt Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum, den Kurpark mit der zugänglichen Isenach, den Gradierbau mit seiner 333m langen natürlichen Soleberieselung, eine Kneippanlage und einen Wasserspielplatz.
Mehr Grün in der Innenstadt und bessere Bedingungen in Kitas und Schulen
Für die Innenstadt plant Bad Dürkheim mehr Begrünung. Das Innenstadtentwicklungskonzept verankert sie als Baustein für natürliche Verschattung und bessere Aufenthaltsqualität.
Einen besonderen Fokus legt die Stadt auf Kindertagesstätten und Schulen. Nach Angaben der Stadt reagieren Kinder besonders sensibel auf hohe Temperaturen. Die energetische Sanierung der Kita Leistadt hat das Raumklima bereits deutlich verbessert. Für die Valentin-Ostertag-Grundschule stehen mit zugesagten europäischen Fördermitteln und einem geplanten Beginn der Bauarbeiten im Jahr 2027 weitere energetische Verbesserungen an. An der Pestalozzi-Grundschule installierte die Stadt bereits eine automatisierte Verschattung. Für weitere städtische Kitas und Grundschulen prüft Bad Dürkheim zusätzliche Maßnahmen.
Auch bei der Gefahrenabwehr will die Stadt die Vorsorge weiterentwickeln. Investitionen in neue Feuerwehrfahrzeuge sowie Verbesserungen bei der Bevölkerungswarnung, zum Beispiel durch zusätzliche Sirenen, sollen die Sicherheit bei Extremwetterereignissen stärken.
„Klimafolgenanpassung ist eine Daueraufgabe, die wir strategisch und mit Augenmaß angehen. Unser Ziel ist es, Bad Dürkheim Schritt für Schritt widerstandsfähiger zu machen – mit Maßnahmen, die den Menschen unmittelbar zugutekommen und die Lebensqualität in unserer Stadt langfristig sichern“, betont Bürgermeisterin Natalie Bauernschmitt.
Die Stadt arbeitet nach eigenen Angaben weiter daran, öffentliche Gebäude und Räume besser auf längere Hitzeperioden vorzubereiten. Dazu zählen bauliche Verbesserungen, Verschattung und Begrünung. Neue Baumpflanzungen plant die Stadt sorgfältig. Dabei spielen Standorte, langfristige Pflege und Bewässerung sowie vorhandene Infrastruktur eine Rolle.
Autor:Reiner Bohlander aus Frankenthal |