Bad Dürkheim plant weiteres Ärztehaus auf städtischer Fläche
- Wenn Praxisräume fehlen, müssen Patientinnen und Patienten oft weiter fahren. Bad Dürkheim plant deshalb neue Flächen für Arztpraxen.
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Bad Dürkheim. Moderne Praxisräume gelten in Bad Dürkheim als Schlüssel, damit Haus- und Facharztpraxen in der Stadt bleiben oder sich neu ansiedeln. Die Stadt will deshalb auf eigenen Flächen ein weiteres Ärztehaus in zentraler Lage entwickeln.
Bürgermeisterin Natalie Bauernschmitt sieht darin das größte Zukunftsprojekt für die medizinische Versorgung. In den vergangenen Jahren begleitete und unterstützte die Stadt bereits den Umbau des Bahnhofs- und des Postgebäudes sowie den Neubau einer Arztpraxis in der Mannheimer Straße.
Beratung über zweiten Standort am 11. Juni
Der Erste Beigeordnete Claudius Güther berichtete im Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus am Dienstag, 15. April, dass die städtischen Gremien das Vorhaben ausdrücklich unterstützen. Aktuell stimmt die Stadt nach eigenen Angaben gemeinsam mit der Ärzteschaft ab, welche Bedarfe künftig bestehen.
Weil sich auch Anfragen von Ärztinnen und Ärzten sowie medizinischen Dienstleistern von außerhalb häufen, soll der Bau- und Entwicklungsausschuss am Mittwoch, 11. Juni, zusätzlich über einen möglichen weiteren Standort beraten. Auch diese Fläche gehört der Stadt. Die Verwaltung will dafür einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufstellen, um die baurechtlichen Voraussetzungen für ein modernes Ärztezentrum zu schaffen.
Die Stadt kündigte bereits in einem Schreiben vom Mittwoch, 2. April, an den sektorenübergreifenden Qualitätszirkel der Ärztinnen und Ärzte in Bad Dürkheim an, die Planung nach der Beratung in den städtischen Gremien der Ärzteschaft vorzustellen. Die Projektierung soll parallel zur Schaffung des Baurechts laufen, damit nach Einschätzung der Stadt möglichst zeitnah nachhaltige, moderne Praxisräume entstehen.
Bauernschmitt betont, die aktuelle öffentliche Diskussion zeige, wie wichtig eine rechtssichere Grundlage sei, bevor ein interessierter Betrieb oder Investor ein Projekt umsetzen könne. Sie hofft, dass sich über die Sommermonate die Planungen und das weitere Vorgehen weiter konkretisieren.
Zur in der vergangenen Woche gestarteten Petition erklärt Bauernschmitt, die Stadt unterstütze die Gesundheitssparte im Rahmen ihrer rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten, auch im konkreten Fall von Frau Dr. Walther. Die Situation sei der Stadtverwaltung durch zahlreiche Gespräche bewusst. Deshalb habe die Stadt immer wieder auf geeignete Bestandsimmobilien hingewiesen.
Nach aktueller Einschätzung der Stadt stellen die beiden benannten Optionen derzeit die einzigen rechtlich zulässigen Möglichkeiten dar, um in angemessener Zeit moderne Praxisräume zu schaffen. Unabhängig davon will die Stadt weiterhin versuchen, geeignete Bestandsimmobilien zu vermitteln und rechtlich zulässige Lösungen zur Sicherung der medizinischen Versorgung zu unterstützen, wie die Stadtverwaltung mitteilt.
Autor:Reiner Bohlander aus Frankenthal |