Schockanrufe und Telefonbetrug: Polizei warnt vor skrupellosen Tätern
- Telefonbetrug/Symbolfoto
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Wachenheim. Am Donnerstag, 13. März, warnt die Polizei eindringlich vor einer aktuellen Welle von Telefonbetrug in Wachenheim und der umliegenden Region. Wie die Polizeidirektion Neustadt/Weinstraße mitteilt, melden sich derzeit vermehrt unbekannte Anrufer bei Bürgerinnen und Bürgern und versuchen mit unterschiedlichen Maschen, an Geld und Wertsachen zu kommen.
Die Täter geben sich unter anderem als angebliche Angehörige in einer Notlage aus, locken mit falschen Gewinnversprechen oder treten als vermeintliche Amtspersonen wie Staatsanwälte oder Polizeibeamte auf. Mit geschickter Gesprächsführung setzen sie ihre Opfer massiv unter Druck und bringen sie dazu, hohe Geldbeträge zu überweisen oder Wertgegenstände persönlich zu übergeben. Die Polizei betont, dass diese Betrugsformen jeden treffen können, da die Anrufer äußerst professionell und skrupellos vorgehen.
Besonders häufig registrieren die Beamten sogenannte Schockanrufe. Dabei täuschen Betrüger schwere Unglücke oder dringende Notlagen von Familienmitgliedern vor. Auch der Enkeltrick kommt weiterhin zum Einsatz, ebenso wie Anrufe von falschen Polizeibeamten. In diesen Gesprächen behaupten die Täter etwa, es habe Einbrüche in der Nachbarschaft gegeben, und raten dazu, Geld und Schmuck einem angeblichen Polizeiboten zur sicheren Verwahrung zu übergeben. Teilweise manipulieren sie sogar die Rufnummernanzeige, sodass eine offizielle Nummer erscheint.
Zudem berichten die Ermittler von neuen Vorgehensweisen. Wird ein Angerufener misstrauisch und verlangt einen Streifenwagen, melden die Täter teilweise selbst eine angebliche Schlägerei in der Straße, sodass tatsächlich ein Polizeifahrzeug vorbeifährt. Auch falsche Microsoft-Mitarbeiter kontaktieren Betroffene telefonisch und versuchen, unter dem Vorwand eines Virusbefalls Zugriff auf Computer und sensible Daten zu erlangen.
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Aufmerksamkeit und Mithilfe. Wer im Raum Wachenheim verdächtige Beobachtungen macht oder den Eindruck hat, dass ein Betrugsfall im Umfeld stattfindet, soll umgehend die Polizei informieren. Besonders angesprochen sind Taxifahrerinnen und Taxifahrer sowie Bankmitarbeiterinnen und Bankmitarbeiter, wenn ältere Menschen ungewöhnlich hohe Bargeldbeträge abheben wollen.
Die Polizei rät dringend, keine persönlichen Daten preiszugeben, keine Zahlungen auf telefonische Aufforderung zu leisten und im Zweifel einfach aufzulegen. Die Polizei nimmt niemals unter der Notrufnummer 110 Kontakt auf und holt kein Geld oder Wertsachen an der Haustür ab. Verdächtige Anrufe können bei jeder Polizeidienststelle oder über die Onlinewache angezeigt werden.
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Reiner Bohlander aus Frankenthal |