Neue Konzepte für die Stadt und auch beim diesjährigen Neujahrsempfang in Annweiler
Mutig mitmachen

Die Trifelsgarde beim Einmarsch in den voll besetzten Hohenstaufensaal.
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  • Die Trifelsgarde beim Einmarsch in den voll besetzten Hohenstaufensaal.
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Annweiler. Den diesjährigen Neujahrsempfang nutzte die neue Stadtspitze, um den Bürgerinnen und Bürgern einen Einblick in die zahlreichen, bevorstehenden Projekte für Annweiler zu gewähren und um sie über Möglichkeiten zu informieren, sich an der Zukunftsbildung der Trifelsstadt zu beteiligen.
Den Segen für 2020 überbrachten die Sternsinger in diesem Jahr gleich zu Beginn der Veranstaltung, anstatt am Ende, wie in den vergangenen Jahren.
Dies war eine der Änderungen im Ablauf des ersten Neujahrsempfangs von Stadtbürgermeister Benjamin Seyfried.
Verzichtet wurde in diesem Jahr auf Ehrungen und auf Grußworte prominenter Persönlichkeiten aus der Politik, wenn auch einige unter den Gästen waren, darunter MdB Thomas Hitschler (SPD), MdL Thomas Weiner (CDU), SÜW-Landrat Dietmar Seefeldt (CDU) und Jürgen Conrad, Vizepräsident der SGD Süd.
Im vergangenen Jahr war einiges geboten in der Trifelsstadt. Gefeiert wurden nicht nur 800 Jahre Stadtrechte Annweiler sondern auch der unvergessliche Rheinland-Pfalz-Tag.
Ein „Once in a lifetime - Erlebnis“, so betitelte es Seyfried in seiner Ansprache. Finanzielle Verluste seien die Folge, aber ein enormer Gewinn für die Gemeinschaft der Stadt sei zu verzeichnen. Diese beiden großen Events hätten gezeigt, was eine Gemeinschaft, was das WIR hier Vor-Ort bedeutet und was das WIR hier Vor-Ort bewegen kann.
Diesen Schwung hat der neue Stadtchef mitgenommen und dieser Kurs soll gehalten werden. Die Stadtspitze hält das Versprochene; mehr Transparenz, mehr Präsenz und konkrete Möglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger sich an einer guten Zukunft für Annweiler zu beteiligen.
Ein Neujahrsglückskeks enthielt für Benjamin Seyfried den für 2020 prägenden Satz: „Du solltest öfter einen MUT-Ausbruch haben!“.
Mutig für die Stadt zu agieren, dazu haben die Menschen mit den zahlreich ins Leben gerufenen Arbeitskreisen ausreichend Gelegenheit. Sei es der Arbeitskreis Ambertpark, Grünflächen, kulturschaffende Vereine, Wohnmobilstellplätze oder Stadtfeste, hier steht die Planung für das nächste Richard-Löwenherz-Fest 2021 an erster Stelle. Nicht nur die zukünftigen Veranstaltungen sollen mit dem Focus „von und für uns“ stehen, auch der Neujahrsempfang selbst, gestaltete sich im weiteren Verlauf ganz konzertiert auf die Aufgabenbereiche und weiteren Projekte und Vorhaben für das Jahr 2020.
Diese stellten die drei Beigeordneten Dirk Müller-Erdle (FWG), Benjamin Burckschat (CDU) und Peter Grimm (FDP) vor.
Über Stadtentwicklung und Tourismusförderung informierte Müller-Erdle. Geplant sei die Ansiedlung eines Hotels in der Trifelsstadt, man sei auf Investorensuche, und die bisherigen Anstrengungen diesbezüglich seien positiv verlaufen. Die Anschaffung einer multimedialen Infosäule für den Rathausplatz und die Erneuerung der Infotafeln sollen Touristen die Trifelsstadt näher bringen. Die Minigolfanlage im Kurpark soll attraktiv gestaltet werden und wenn die beantragten Fördergelder bewilligt würden, so könne man noch in diesem Jahr in die Detailplanung für die gesamte Markwardanlage gehen. Nicht nur in der Markwardanlage und für den Wegebau zum Kirschfelsen sondern in der Ganzen Stadt werden barrierefreie Projekte zukünftig Thema sein.
Neue Strategien für den Tourismus sollen erarbeitet werden und ein aktiveres Flächenmanagement ist geplant.
Ein äußerst schwieriges Thema sei die Entwicklung der Innenstadt, es seien massive Anstrengungen vonnöten, diese wieder in eine positive Richtung zu lenken. Ideen gäbe es zuhauf, geplant sei ein ganztägiger Workshop im April.
Für mehr Mitspracherecht ist Benjamin Burckschat, zuständig für Kultur, Soziales und Generationen, vor allem auch für die Heranwachsenden. Die Gründung eines Jugendbeirates für Annweiler hat er im Blick. In Pirmasens hat er sich bereits schlau gemacht, seit 20 Jahren bringen sich junge Menschen dort in das politische Geschehen mit ein. Überhaupt sind die Interessen aller Generationen von Belang, vor allem auch, was die Planung für die Umgestaltung des Ambertparks betrifft. Und um den kulturschaffenden Vereinen die Möglichkeit zu geben, sich besser zu vernetzen, soll nach Fasching ein Arbeitskreis ins Leben gerufen werden.
Peter Grimm, zuständig für Verkehr, Barrierefreiheit, Mobilität und Sport, präsentierte drei Fallbeispiele aus einem riesen Paket an notwendigen Maßnahmen, Sicherheitsmaßnahmen an der Bushaltestelle der Grundschule und des Kindergartens Unterm Regenbogen sowie der dringende Bedarf an Parkplätzen der Berufsbildende Schule. Er ermutigte die Bürgerinnen und Bürger, über entdeckte Brennpunkte zu informieren, um die Verkehrssicherheit für alle zu verbessern.
Ansprechbar zu sein, das ist das Angebot der neuen Stadtspitze.
Und so gab Benjamin Seyfried zum Neujahrsempfang 2020 den Annweilerern die Möglichkeit, ihren Mut unter Beweis zu stellen und im voll besetzten Hohenstaufensaal Fragen und Anregungen zu äußern. Der Bürgermeister selbst hat sich zwischenzeitlich ein „Stadtbüchel“ zugelegt, das er jederzeit griffbereit hat, um sich sofort Notizen machen zu können. Die Fülle der Themen für die Trifelsstadt habe die Anschaffung dieses Büchels notwendig gemacht.
Viel Gemeinschaftssinn und beeindruckende Liedbeiträge präsentierte der Gesangverein Eintracht Queichhambach und eine ausgezeichnete sportliche Leistung mit einer gehörigen Portion Partystimmung bot die Trifelsgarde zum Abschluss des offiziellen Teils. Lobende Worte zum neuen Konzept der Stadt und zum Neujahrsempfang fanden die Gäste anschließend im Foyer bei einem gemeinsamen Glas Sekt oder Selters. beb

Autor:

Britta Bender aus Bad Bergzabern

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