Vortrag in Annweiler blickt auf Pest, Krieg und Klima im Mittelalter
- Historische Darstellung der Pestopfer in Tournai. Foto: Gemeinfrei / Symbolbild
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Annweiler am Trifels. Wer sich für Regionalgeschichte und die großen Krisen des Mittelalters interessiert, bekommt am Mittwoch, 23. September, in Annweiler einen wissenschaftlichen Einblick in ein lange wenig erforschtes Thema. Um 18.30 Uhr beginnt im Ratssaal der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels am Meßplatz 1 der nächste Vortrag der Reihe Junge Mittelalterforschung.
Prof. Dr. Gerhard Fritz von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd spricht über Pest, Krieg, Klima, Wirtschaft – die Krise des 14. Jahrhunderts. Wie das Archiv der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels mitteilt, geht es dabei um die spätmittelalterlichen Pestwellen in Europa und besonders um neue Erkenntnisse für den südwestdeutschen Raum. Bis vor kurzem fehlten dazu laut Ankündigung entsprechende Untersuchungen. Erst eine Studie von Gerhard Fritz schloss diese Lücke. Sie beschreibt die Ausbreitungswege und das Ausmaß der Pest im 14. Jahrhundert und ordnet sie in eine Zeit schwerer Krisen ein, geprägt von Klimaveränderungen, Hunger, Elend und Kriegen.
Barrierefreier Zugang zum Vortrag
Die Vortragsreihe veranstaltet das Archiv gemeinsam mit mehreren Kooperationspartnern, darunter die VHS Annweiler und der Verein Trifelsfreunde. Die Reihe versteht sich als Forum für aktuelle archäologische, historische und restauratorisch-konservatorische Forschung. Der Eintritt ist frei. Der Zugang ist barrierefrei. Der Ratssaal liegt in Bahnhofsnähe. red/est
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |