Netz der Notfalltreffpunkte im Rhein-Neckar-Kreis wächst weiter
- Bürgermeister Werner Braun (links) nimmt von Stefanie Heck, Kreisbrandmeisterin sowie Leiterin des Amts für Feuerwehr und Bevölkerungsschutz des Rhein-Neckar-Kreises, die Ausstattung für den Notfalltreffpunkt der Gemeinde Spechbach entgegen. Die Übergabe erfolgte im Materiallager des Landratsamts in Neidenstein.
- Foto: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis
- hochgeladen von Karin Hoffmann
Rhein-Neckar-Kreis. Wenn Strom, Telefonie und Internet über längere Zeit ausfallen, benötigen Bürgerinnen und Bürger verlässliche Anlaufstellen. Um die Kommunen bei der Vorbereitung auf solche Krisensituationen zu unterstützen, hat das Amt für Feuerwehr und Bevölkerungsschutz im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis nun weitere Musterausstattungssets für Notfalltreffpunkte an 14 Städte und Gemeinden ausgegeben. Die Beschaffung und Finanzierung der Ausstattungssets erfolgten durch das Land Baden-Württemberg, die Ausgabe an die Städte und Gemeinden über die jeweiligen Landratsämter. Sie enthalten unter anderem Megafone, Funkgeräte, Scheinwerfer, Akkus sowie Notstromaggregate. Mit dieser Ausstattung können die Kommunen ihre Notfalltreffpunkte im Bedarfsfall zuverlässig betreiben.
Wichtiger Baustein der Krisenvorsorge
Notfalltreffpunkte dienen in besonderen Gefahren- und Krisenlagen als zentrale Anlaufstellen für die Bevölkerung. Dort können beispielsweise Notfälle gemeldet werden, wenn Telefon und Mobilfunk nicht mehr funktionieren. Zudem erhalten Bürgerinnen und Bürger aktuelle Informationen zur Lage, Erste Hilfe sowie bei Bedarf weitere Unterstützung. Gleichzeitig können Hilfsangebote aus der Bevölkerung koordiniert und gezielt eingesetzt werden.
„Die Notfalltreffpunkte sind ein wichtiger Bestandteil unserer gemeinsamen Krisenvorsorge. Mit jeder weiteren Kommune, die über die notwendige Ausstattung verfügt, stärken wir die Handlungsfähigkeit vor Ort und erhöhen die Resilienz unseres Landkreises. Gerade in Zeiten zunehmender Herausforderungen ist es wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger im Ernstfall wissen, wo sie Hilfe und Informationen erhalten können“, betont Stefanie Heck, Kreisbrandmeisterin und zugleich Leiterin des Amts für Feuerwehr und Bevölkerungsschutz im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis.
Netz der Notfalltreffpunkte wächst weiter
Bereits im vergangenen Jahr hatten 25 Städte und Gemeinden im Landkreis entsprechende Musterausstattungssets erhalten. Mit der aktuellen Ausgabe kommen nun weitere 14 Kommunen hinzu. Damit sind künftig mehr als zwei Drittel der Städte und Gemeinden im Kreis mit der erforderlichen Ausstattung für einen Notfalltreffpunkt versorgt. Das Netz der Anlaufstellen für die Bevölkerung im Krisenfall wächst damit kontinuierlich weiter. Folgende Kommunen haben am 18. Juni ein Musterausstattungsset erhalten: Eberbach, Epfenbach, Heddesbach, Hirschberg an der Bergstraße, Rauenberg, Reilingen, Sandhausen, Schönbrunn, Sinsheim, Spechbach, St. Leon-Rot, Walldorf, Weinheim und Wiesloch.
Auch Bürgerinnen und Bürger können vorsorgen
Neben den Vorbereitungen von Land, Landkreis und Kommunen bleibt die persönliche Vorsorge ein wichtiger Bestandteil des Bevölkerungsschutzes. Bereits einfache Maßnahmen – beispielsweise ein Vorrat an Lebensmitteln und Trinkwasser oder das Wissen um den nächstgelegenen Notfalltreffpunkt – können in einer Krisensituation hilfreich sein.red
Weitere Informationen:
Weitere Informationen zu den Notfalltreffpunkten in Baden-Württemberg gibt es unter www.notfalltreffpunkt-bw.de. Weitere Informationen zu eigenen Vorsorgemöglichkeiten finden sich im Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“, der auf der Homepage des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter www.bbk.bund.de.
Autor:Karin Hoffmann aus Ludwigshafen |
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