Warum an diesem Häuschen in Edingen viele stehen bleiben
- Andrea Heidenreich vor ihrem Blütenparadies in Edingen
- Foto: Hannelore Schäfer
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Edingen. „Filmreif, fotogen, ein echter Hingucker“, schwärmen Passanten angesichts des Blütenzaubers, den Andrea Heidenreichs Häuschen in der Edinger Kuhgasse ziert. Aufgrund der vorangegangenen Hitzeperioden dieses Sommers ließen nicht nur viele Menschen die Köpfe hängen, auch Blumen hatten ihren Durchhänger und entblätterten sich vielerorts vorzeitig. „Wichtig ist es die Pflanzen regelmäßig zu gießen, dann sorgen sie mit ihrer immensen Blühfreude bis in den Herbst hinein für einen farbenfrohen Anblick“, weiß Andrea Heidenreich.
Mit der floralen Gestaltung ihrer Hausfassade leistet sie zugleich einen Beitrag zur Ortsverschönerung, der ihr schon so manchen Preis eingebracht hat. „Ich mache das gerne und wenn nicht nur ich, sondern auch andere Leute eine Freude daran haben dann ist das doch eine tolle Sache“, gesteht Heidenreich und ergänzt: „Mir kribbelt es in den Fingern sobald sich die Eisheiligen verzogen haben, kein Nachtfrost mehr droht und ich wieder loslegen kann.“
Geranien, Rosen und Glyzinien sorgen für ein Blütenmeer
Ganz billig sei das Pflanz-Vergnügen zwar nicht und ein bissel Arbeit mache es halt auch, aber dafür gingen nun mal ihre Blütenträume in Erfüllung, scherzt die Edingerin, die in Neckarhausen aufgewachsen ist. Ihr kleines ehemaliges Fischerhäuschen in der Edinger Kuhgasse sieht sommers wie winters ausgesprochen schmuck aus. Jetzt wo alles blüht und grünt stellt es einen besonderen Blickfang dar.
„Genaugenommen nahm das Ganze erst mit den Jahren Gestalt an. Die Glyzinien brauchten ja ihre Zeit bis sie die Hauswand hochgeklettert waren, ähnlich verhält es sich mit den Kletterrosen“ lässt die Blumenfreundin wissen. Die Dornengewächse blühen ausgesprochen üppig und bilden vor dem Toreingang eine kleine Laube aus tiefroten Rosen.
So entstand das Blumenparadies in der Kuhgasse
In den Blumenkästen auf den Fensterbänken haben Geranien ihren Platz, die zusammen mit anderen Pflanzen auch den Boden säumen und sich um eine Buddha-Büste ranken. Vereinzelt sprießen Sonnenblumen in den Töpfen und recken ihre langen Stängel empor. Die gelben Blumen mit dem zartblättrigen Sonnenkranz liebt die Pflanzenfreundin wegen ihrer „positiven Ausstrahlung“ ganz besonders. Andere gehen da schon einmal der Nase nach.
„Die Rosen blühen nicht nur schön, sie duften auch“, stellte eine Spaziergängerin im Vorübergehen fest. Die Kuhgasse, durch die in früheren Zeiten Kühe, aber vor allem auch Pferde zum Bad im Fluss getrieben wurden, ist ein beliebter Zugang zur Neckarpromenade.
Passanten zücken ihre Handys für ein Foto
„Manche Leute bleiben stehen oder steigen vom Fahrrad ab und zücken erst einmal ihr Handy fürs Foto bevor es weitergeht“, hat Andrea Heidenreich schon oft beobachtet. „Ach Gott, Sie haben es hier aber schön“, lauten begeisterte Kommentare angesichts der Blütenvielfalt. Andere erkennen einen „positiven Lichtblick im Alltagsgrau.“ Spaziergänger gönnen sich auch mal gerne eine kleine Verschnaufpause auf dem Bänkchen oder den beiden Bistro-Stühlen die vor dem Haus stehen.
Das Häuschen ist auch im Winter ein Hingucker
Aber nicht nur zur Sommerszeit, auch im Herbst und Winter bietet das Häuschen einen dekorativen Anblick. Besonders schön wird es zur Weihnachtszeit. Ein Gesamtkunstwerk aus Weihnachtsschmuck, Tannengrün und Lichterketten lassen das Domizil dann im Weihnachtsglanz erstrahlen. „Zwischenzeitlich haben so viele Menschen ihre Freude daran und sind geradezu erwartungsfroh, dass ich das Jahr über stets aufs Neue ans Werk gehe: „Wenn man etwas gerne macht, dann nimmt man auch die damit verbundene Arbeit in Kauf“, ist Andrea Heidenreich überzeugt. Das gilt jetzt im Sommer auch für das ausgiebige abendlich gießen ihres Pflanzenparadieses vor der Haustür. Text: Hannelore Schäfer
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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