Gefahr für Fichten im Rhein-Neckar-Kreis: Borkenkäfer wird wieder aktiv
- „K“ wie Käferbaum: Ein rotes „K“ kennzeichnet Fichten, die einen Borkenkäferbefall aufweisen.
- Foto: Kreisforstamt
- hochgeladen von Charlotte Basaric-Steinhübl
Rhein-Neckar. Nach einer bislang vergleichsweise ruhigen Saison warnt das Kreisforstamt Rhein-Neckar jetzt erneut vor dem Borkenkäfer. In mehreren Wäldern der Region wurden bereits erste Käfernester entdeckt.
„Jetzt gilt es für Waldbesitzende, aufmerksam zu kontrollieren“, erklärt Manfred Robens, Leiter des Kreisforstamtes. Zwar seien die Befallsmengen im Vergleich zu den vergangenen Jahren bislang zurückgegangen, Entwarnung gebe es jedoch nicht.
Vor allem die warme und trockene Witterung der vergangenen Wochen setzt den Fichten stark zu. Durch den Wassermangel sind viele Bäume geschwächt und können sich schlechter gegen den sogenannten „Buchdrucker“, die bekannteste Borkenkäferart, wehren.
So erkennen Waldbesitzer befallene Bäume
Das Kreisforstamt rät dazu, Fichtenbestände regelmäßig zu kontrollieren. Ein typisches Warnsignal ist feines braunes Bohrmehl am Stammfuß oder in Rindenschuppen. Weitere Hinweise auf einen Befall können sein:
- Harzfluss an der Rinde
- sich lösende Rindenstücke
- grüne Nadeln am Boden
- oder später eine rot-braune Baumkrone
Besonders tückisch: Auch scheinbar gesunde Bäume mit grüner Krone können bereits befallen sein.
Kreisforstamt befürchtet weitere Käfergeneration
Sollte das warme Wetter anhalten, rechnen Experten mit einer weiteren Vermehrung der Käfer noch in diesem Jahr. Die Tiere könnten anschließend überwintern und im kommenden Frühjahr erneut große Schäden verursachen.
Das Kreisforstamt appelliert deshalb an Waldbesitzer, befallene Bäume möglichst schnell zu entfernen, damit sich die Käfer nicht weiter ausbreiten.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
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