Motto „Hoffnung verlangt nach Handlung.“
4. SPOKEN ARTS FESTIVAL
- Atmo SPOKEN ARTS FESTIVAL 2024 und 2023
- Foto: Fotos Björn Klein
- hochgeladen von Franz Eichinger
Hoffnung und Entschlossenheit – nie zählten sie mehr als heute. Das SPOKEN ARTS FESTIVAL hat sich vorgenommen, diese Worte mit Leben und Kunst zu erfüllen, und meldet sich zurück auf den Bühnen Stuttgarts. Dank der großzügigen Förderung der Landeshauptstadt und der Wüstenrot Stiftung geht die 4. Ausgabe vom 12. bis 17. November 2026 an den Start, veranstaltet von der Akademie für gesprochenes Wort – einer Institution, die sich der Sprechkunst in all ihren Facetten verschrieben hat.
Für die künstlerische Leitung konnte die namhafte Theatermacherin Bettina Hering gewonnen werden, langjährige Schauspieldirektorin der Salzburger Festspiele. Nachdem die ersten drei Ausgaben von 2022 bis 2024 die Zwanziger Jahre über den Nationalsozialismus bis in die Nachkriegszeit und das Wirtschaftswunder in den Blick genommen hatten, verzichtet Bettina Hering auf den Bezug zu einer definierten historischen Epoche. Sie stellt ihr Programm unter das aufrüttelnde Motto „Hoffnung verlangt nach Handlung.“, nach einem Zitat der amerikanischen Autorin und Aktivistin Rebecca Solnit: „Hope calls for action.“
Unverändert bleiben dagegen die drei konzeptuellen Säulen des SPOKEN ARTS FESTIVALS: die Verbindung vom gesprochenen Wort mit den Schwesterkünsten Schauspiel, Musik und Tanz, die eigens für das Festival entwickelten Programme und die künstlerische Exzellenz der Performer*innen. Im Line-up 2026 finden sich so prominente Namen wie Doris Dörrie, Maria Happel, Burghart Klaußner, Leslie Malton, Walter Sittler, Enno Trebs oder Angela Winkler. Neben szenischen Formaten steigt das SPOKEN ARTS FESTIVAL immer wieder in aktuelle Diskurse ein, mit bekannten Akteur*innen aus den Bereichen Literatur, Kulturwissenschaft, Journalismus und Popkultur, darunter Mithu Sanyal, Ernst Strouhal, Prof. Simon Meier-Vieracker, Christiane Rösinger, Ebow und Albrecht Schrader. Über all den ernsten Themen soll das Feiern jedoch nicht zu kurz kommen – zumal es zwei ganz wunderbare Anlässe gibt. Zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe und Ingeborg Bachmann verneigt sich das SPOKEN ARTS FESTIVAL mit einer Lesung und einer Revue vor den beiden so unterschiedlichen Ikonen.
Die künstlerische Leiterin Bettina Hering zur Ausgabe 2026: „Die Kraft des Worts, der Literatur in all ihren Formen, hat mich mein Leben lang begleitet und inspiriert, beruflich wie privat. Ich glaube daran, dass dieses Potential große Wirksamkeit entfalten kann, mehr noch: Dass sie dem so komplexen und extrem volatilen Zustand unserer Welt wirklich etwas entgegenzusetzen hat. Darum geht es schließlich beim SPOKEN ARTS Festival! Die Menschlichkeit und Tiefe dieser Texte machen nicht nur Hoffnung – sie treiben uns auch an, verleihen Mut zum Handeln. Tauchen wir also ein in sechs intensive Festivaltage und legen los, jetzt und genauso in und für die Zukunft!“
Erste Einblicke in das Programm 2026
Noch ist einiges im Fluss, doch Eckpunkte für 2026 sind bereits fix, darunter:
Eröffnung unter dem Festivalmotto „Hoffnung verlangt nach Handlung.“
Mit der Kulturwissenschaftlerin und Autorin Mithu Sanyal (Identitti), einem eigens für das Festival zusammengestellten Sprechchor und weiteren Mitwirkenden. Moderation: Kimsy von Reischach
Donnerstag, 12. November 2026 um 20:00 Uhr, Im Wizemann
REDEN WIR DRÜBER – Wie das gesprochene Wort Brücken baut, wo der Wissenschaft misstraut wird.
Vortrag von Simon Meier-Vieracker (@fußballinguist) und anderen
Freitag, 13. November 2026 um 18:00 Uhr, Württembergischer Kunstverein
Was wahr ist. Angela Winkler und Nele Winkler lesen Ingeborg Bachmann
Eine Hommage zum 100. Geburtstag der großen Autorin, zu erleben als Duo-Abend mit der Schauspielerin Angela Winkler (Die verlorene Ehre der Katharina Blum, Die Blechtrommel) und ihrer Tochter Nele Winkler (RambaZamba Theater).
Freitag, 13. November 2026 um 19:30 Uhr, Literaturhaus Stuttgart
Aus der Mitte entspringt ein Hit – Über Songtexte und ihre Performance
Mit der Musikerin, Songtexterin und Autorin Christiane Rösinger (Songs Of L. and Hate), dem Musiker (Die Türen), Autor und Label-Betreiber (staatsakt) Maurice Summen, der deutsch-kurdischen Rapperin, Schauspielerin und antirassistischen Aktivistin Ebow sowie Songwriter, Komponist, Produzent und Entertainer Albrecht Schrader (ZDF Magazin Royale) und anderen
Freitag, 13. November 2026 um 20:00 Uhr, Schauspiel Stuttgart
Podiumsdiskussion „Hoffnung verlangt nach Handlung – ist Handlung unmöglich ohne Hoffnung?“
Auf dem Panel unter anderem der Schauspieler Walter Sittler (Der Kommissar und das Meer), der Stuttgarter Stadträtin Isabelle Weichselgartner und Alexandra Wolf (Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft, stjg). Impulsreferat Prof. Simon Meier-Vieracker (Angewandte Linguistik, TU Dresden; Instagram-Account @fussballinguist).
Samstag, 14. November 2026 um 13:00 Uhr, Hospitalhof Stuttgart
Lesemarathon Miguel de Cervantes' Don Quijote von der Mancha
in einer eigens für das Festival eingerichteten sechsstündigen Fassung. Es lesen unter anderem die Regisseurin Doris Dörrie (Männer, Kirschblüten – Hanami), die Schauspielerin Maria Happel (Burgtheater, Wien), die Schriftstellerin Ilona Hartmann (Land in Sicht, Klarkommen), der Schauspieler Burghart Klaußner (Good bye, Lenin!, Die fetten Jahre sind vorbei, Das weiße Band), der Schauspieler Enno Trebs (European Shooting Star 2026) sowie der Autor und Ingeborg Bachmann-Preisträger Peter Wawerzinek (Rabenliebe, Schluckspecht, Rom sehen und nicht sterben).
Samstag, 14. November 2026 um 16:00 Uhr, Schauspiel Stuttgart
Autor*innenmatinee
Mit Doris Dörrie, Ilona Hartmann, Peter Wawerzinek, Bettina Hering und anderen
Sonntag, 15. November 2026 um 11:00 Uhr, Foyer Kammertheater Stuttgart
Theaterstimmen über Generationen – Ältere Stimmen hören junge Stimmen, junge Stimmen hören ältere Stimmen
Künstler*innen tba
Sonntag, 15. November 2026 um 14:00 Uhr, Foyer Kammertheater Stuttgart
„I just want to be wonderful“. Eine Revue zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe
Eine Produktion der freien Szene Stuttgart über Marilyn Monroe als Ikone, Mythos und Projektion. Regie: Malin Lamparter (Citizen.KANE.Kollektiv Stuttgart, Nachspielpreis des Heidelberger Stückemarkts 2025)
Sonntag, 15. November 2026 um 20:00 Uhr, Theaterhaus Stuttgart
Rap Show mit Flinta*-Artists
Künstler*innen tba
Montag, 16. November 2026 um 19:30 Uhr, Im Wizemann
Schreibt, schreibt, schreibt! Familie und Liebe in Zeiten der Trennung
Gespräch mit Mutherem Aras (Landtag Baden-Württemberg) und dem Autor Ernst Strouhal (Vier Schwestern. Fernes Wien, fremde Welt) über Haltung, Verantwortung und gesellschaftliches Engagement
Dienstag, 17. November 2026 um 16:00 Uhr, Erinnerungsort Hotel Silber
Szenische Lesung Vier Schwestern
Nach dem Roman von Ernst Strouhal. Mit Leslie Malton und anderen. Einrichtung: Bettina Hering
Dienstag, 17. November 2026 um 20:00 Uhr, Kammertheater Stuttgart
Mehr unter: www.spoken-arts-festival.de
Autor:Franz Eichinger aus Wochenblatt Rhein-Neckar |
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