Falsche Pflegeberater am Telefon: Rhein-Neckar-Kreis warnt vor neuer Betrugsmasche
- Unbekannte geben sich am Telefon als Mitarbeitende von Pflegestützpunkten aus und versuchen, persönliche Daten zu erlangen oder Betroffene zu finanziellen Verpflichtungen zu bewegen.
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Rhein-Neckar-Kreis. Die Pflegestützpunkte im Rhein-Neckar-Kreis warnen vor einer aktuellen Betrugsmasche, die insbesondere ältere und pflegebedürftige Menschen ins Visier nimmt. Unbekannte geben sich am Telefon als Mitarbeitende von Pflegestützpunkten aus und versuchen, persönliche Daten zu erlangen oder Betroffene zu finanziellen Verpflichtungen zu bewegen.
Nach Angaben der Geschäftsstelle der Kommunalen Pflegestützpunkte in Baden-Württemberg treten die Anrufer häufig professionell und vertrauenswürdig auf. Sie behaupten, im Rahmen der Pflegeberatung tätig zu sein, bieten Hilfe bei Anträgen oder Leistungsprüfungen an und setzen ihre Gesprächspartner teilweise unter Druck, schnelle Entscheidungen zu treffen.
In einigen Fällen versuchen die Betrüger offenbar sogar, kurzfristige Hausbesuche zu vereinbaren. Ziel könnte sein, direkten Zugang zur Wohnung der Betroffenen zu erhalten.
Pflegestützpunkte stellen klar: Keine Datenabfragen am Telefon
Die Pflegestützpunkte betonen ausdrücklich, dass sie keine unangekündigten Telefonanrufe durchführen, um persönliche Daten abzufragen oder Verträge abzuschließen. Die Beratung ist kostenlos und erfolgt ausschließlich auf Initiative der Ratsuchenden.
Auch Hausbesuche werden nur nach ausdrücklichem Wunsch der Betroffenen und nach einer vorherigen Terminvereinbarung durchgeführt. Mitarbeitende der Pflegestützpunkte fordern zudem niemals zum Abschluss kostenpflichtiger Verträge auf.
„Betrüger nutzen gezielt das Vertrauen aus, das viele Menschen in offizielle Beratungsstellen setzen. Deshalb ist es wichtig, bei unerwarteten Anrufen vorsichtig zu sein und im Zweifel selbst Kontakt zum Pflegestützpunkt aufzunehmen“, erklärt Tillmann Schönig, Referatsleiter im Sozialamt.
So schützen Sie sich vor den Betrügern
Die Pflegestützpunkte empfehlen Bürgerinnen und Bürgern:
- Keine persönlichen oder finanziellen Daten an unbekannte Anrufer weitergeben.
- Sich nicht unter Druck setzen lassen und verdächtige Gespräche sofort beenden.
- Keine unbekannten Personen in die Wohnung lassen.
- Im Zweifel selbst Kontakt zum zuständigen Pflegestützpunkt aufnehmen.
- Angehörige, Nachbarn und insbesondere ältere Menschen über die Betrugsmasche informieren.
Wer einen entsprechenden Anruf erhalten hat oder bereits betroffen ist, sollte sich an die Polizei wenden und den zuständigen Pflegestützpunkt informieren.
Weitere Informationen sowie die Kontaktdaten der Pflegestützpunkte im Rhein-Neckar-Kreis gibt es unter: www.rhein-neckar-kreis.de/pflegestuetzpunkte.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
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