Anlagebetrug mit Kryptowährung: Senior verliert viel Geld
- Ein 82-Jähriger aus dem Rhein-Neckar-Kreis wurde Opfer von Anlagebetrug mit angeblichen Kryptowährungen. Die Polizei warnt vor falschen Investmentversprechen, Fernzugriff auf den Computer und hohen Überweisungen an Betrüger.
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Neckargemünd. Am Freitag, 3. Juli, wurde ein aktueller Fall von Anlagebetrug aus dem Rhein-Neckar-Kreis bekannt, bei dem ein 82-Jähriger einen hohen Vermögensschaden erlitt. Wie das Polizeipräsidium Mannheim mitteilt, ermittelt das Fachdezernat der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg in dem Fall.
Nach bisherigen Erkenntnissen klickte der Mann auf einer Internetplattform auf einen Link für angebliche Kryptoinvestitionen. Dort sollte er seine Konto- und persönlichen Daten eingeben und zunächst 250 Euro überweisen. Nachdem er das Formular ausgefüllt und das Geld überwiesen hatte, meldete sich eine unbekannte Frau telefonisch bei ihm. Im weiteren Gespräch brachte sie den 82-Jährigen dazu, eine Software auf seinem Computer zu installieren. So verschaffte sich die Täterschaft vollständigen Zugriff auf den Rechner und buchte einen mittleren fünfstelligen Betrag vom Konto des Mannes ab. Zudem wurde ihm versprochen, sein eingesetztes Geld werde sich verdoppeln. Als der Senior den Betrug bemerkte, erstattete er Anzeige.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mannheim verzeichnet das Fachdezernat seit geraumer Zeit auffallend viele Fälle von Anlagebetrug. Die Polizei warnt deshalb besonders vor Kontaktaufnahmen über Telefon, Social Media, Online-Dating-Plattformen oder über Werbung im Internet. Unseriöse Anbieter locken oft mit unrealistisch hohen Renditen und wenig Risiko. Die Ermittler raten, keine vertraulichen Daten preiszugeben, keine Ausweisdokumente zu versenden, keine hohen Summen auf unbekannte Konten oder Kryptoplattformen zu überweisen und fremden Personen niemals einen Remote-Zugriff auf Computer oder Smartphone zu erlauben.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |