Naturfreundehaus Schriesheimer Hütte öffnet an Ostern und lockt mit Programm
- Naturfreunde Schriesheim Ostereiersuche auf der Mannswiese.
- Foto: Hannelore Schäfer
- hochgeladen von Charlotte Basaric-Steinhübl
Von Hannelore Schäfer.
Schriesheim. Wer an Ostern runter vom Sofa und ab in den Wald möchte, für den ist das Naturfreundehaus „Schriesheimer Hütte“ buchstäblich eine „Anlaufstelle“. Das schmucke Domizil öffnet zum Saisonauftakt am Ostersamstag, 4. April, wieder seine Pforten für Wanderfreude und solche die es werden wollen. Auch wenn der Frühling sich aktuell nicht gerade von seiner sonnigen Seite präsentiert, eine kleine Osterwanderung belebt Geist und Glieder.
Am Ostermontag zwischen 11 und 14 Uhr kommt zudem der Osterhase auf die Mannswiese und die Kinder beim Ostereiersuchen auf ihre Kosten. Vermutlich führt der hoppelnde Geselle am Naturfreundehaus einen wahren Eiertanz bei seinem Versteckspiel auf. Die bunten Hinterlassenschaften dürfen von den kleinen Jägern und Sammlern geborgen werden und der Finder wird zudem mit einer weiteren Osterüberraschung belohnt, lässt der Vorsitzende der Ortsgruppe der Naturfreunde Schriesheim, Sascha Gernold, wissen. Das gastliche und ehrenamtlich bewirtschaftete Domizil bietet draußen und drinnen genügend Platz und ist ein beliebtes Wanderziel in Schriesheims „Weitem Tal“.
Dieser gut erreichbare grüne Winkel hat ebenfalls eine interessante Geschichte. Es handelt sich dabei um ein altes ehemaliges Bergbaurevier. Bis zum Jahr 1939 wurde in dieser Region Schwerspat abgebaut, der bei der Herstellung von Fotopapier und als Zusatzstoff für Spezialbeton zum Einsatz kam. Vom Naturfreundehaus Schriesheimer Hütte führt eine Weg-Abzweigung nach links in die sogenannte Schwerspatschlucht. Sie stellt ein eindrucksvolles Relikt der ehemaligen Bergbauepoche dar. Noch heute sind hier Reste von Schwerspat, Kupferkies und Malachit zu erkennen. Wer hier wandert, wandelt auch auf historischen Pfaden.
Und wem nach einer ausgiebigen Wanderung der Magen knurrt, der kehrt gerne bei den Naturfreunden ein. „Wir sind ja Teil der Naturfreunde-Bewegung und deshalb setzen wird auch beim Essensangebot verstärkt auf Bio, Regionales und Saisonales“, betont Sascha Gernold. Selbstgekochte Suppen der Saison aber auch der traditionelle Erbseneintopf sind Labsal für hungrige Mägen. Die zuständige „Suppenfee“, Andrea Gernold, ist vor allem für ihre indische Linsensuppe bekannt, die bei Vegetariern hoch im Kurs steht. Außerdem gibt es Käse-Variationen, sowie Hausmacher Wurst und Schinken vom regionalen Metzger. Für Freude süßer Genüsse wird Marmorkuchen aus dem heimischen Backofen angeboten. Die beliebte Tasse Tee oder Kaffee stammen aus fair gehandeltem Anbau. „Unsere Preise sind sehr zivil, und deshalb sind wir auch bei Familien mit Kindern eine beliebte Adresse“, bemerkt der Ortsgruppen-Chef.
Für die Kleinen bietet das Gelände genügend Auslauf und Spielgelegenheiten. Für die Großen stehen Bänke, darunter vier Wellenbänke zum gemütlichen Entspannen sowie zum „Waldbaden“ bereit, als dessen Fan sich der Naturfreunde-Chef bekennt. Bei kühlerem Wetter sorgt der holzgetäfelte Gastraum mit den gepolsterten Stühlen und der reihumlaufenden Eckbank für eine behagliche Atmosphäre. Bei steigenden Temperaturen herrscht auf der großen Terrasse Hochbetrieb.
Mehrere Wanderwege führen zur „Schriesheimer Hütte“. Die Strecken sind gut ausgeschildert und am besten folgen Wanderer dem Zeichen mit dem grünen „N“ (Naturfreunde) und dem roten Pfeil. Getreu dem Motto „Fremde sind Freunde, die man noch nicht kennen gelernt hat“, verstehen die Schriesheimer Naturfreunde ihr Haus auch als eine Stätte der Begegnung.
Öffnungszeiten bis Ende Oktober: Samstags von 12 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags von 10 bis 17 Uhr. Weitere Infos: www.schriesheim-naturfreunde.de. ha
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
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