Arbeitsmarkt schwächelt - Mehr Menschen ohne Job
Corona und Urlaubszeit schlagen kräftig zu Buche

Finanzielle Hilfe in Zeiten der Arbeitslosigkeit: Hartz 4.  Foto: ps
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  • hochgeladen von Andrea Kling

Pirmasens/Region. Zwei Faktoren waren im August dafür verantwortlich, dass der Arbeitsmarkt schwächelte: Die Urlaubs- und Ferienzeit in Kombi mit den Corona-Herausforderungen. Für Pirmasens hieß das, dass die Arbeitslosenquote von 12,2 auf 12,3 Prozent gestiegen ist und somit 1,5 Prozentpunkte über dem Wert vom August 2019.
„In den vergangenen Monaten wurden die Entwicklungen am Arbeitsmarkt geprägt von der Corona-Pandemie“, sagte Peter Weißler, Leiter der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens. Die Maßnahmen im Rahmen des Infektionsschutzes wirkten sich aus und so stieg insbesondere im April und im Mai die Zahl der arbeitslosen Menschen in der Westpfalz deutlich an. Und das, obwohl eine Vielzahl an Unternehmen die Möglichkeit der Kurzarbeit nutzte und auch weiter nutzt, um die Krise zu überbrücken und die Fachkräfte im Unternehmen zu halten. Positiv wertet er die Tatsache, dass sich gerade in den Monaten Juni und Juli die schrittweisen Lockerungen auch auf dem Arbeitsmarkt und letztlich auch in den Zahlen widerspiegelten.
Im August machte sich auch die Urlaubs- und Ferienzeit bemerkbar. Die typischen Sommerentwicklungen führten zusammen mit den Corona-Herausforderungen dazu, dass der Arbeitsmarkt noch nicht wieder den Schwung der vergangenen Jahre aufnehmen konnte. Die Wechselwirkung von Arbeitslosigkeit und Beschäftigung hat sich auf einem niedrigeren Niveau im Vergleich zu den Vorjahren eingependelt. Damit einhergehend hat sich die Zahl der arbeitslosen Menschen in der Westpfalz auch im August noch einmal leicht erhöht. Die Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens zählte insgesamt 19.836 Arbeitslose. Das waren 1,1 Prozent mehr als im Juli und 19,3 Prozent mehr als im August des vergangenen Jahres. In Pirmasens hatten 2.594 Bürger keinen Job.
Nach den Sommerferien setze die Arbeitsagentur auf die üblichen Entwicklungen. Schulische und betriebliche Ausbildungen starten. Ebenso beginnen Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen. Daneben steht ein breites Arbeitsstellenangebot zur Verfügung. „Wir hoffen, dass Corona keine weiteren Einschnitte bringt, der Arbeitsmarkt sich weiter stabilisiert und der Herbst auch in diesem Jahr den Arbeitsmarkt beleben kann“, so Agentur-Leiter Peter Weißler. Positiv bewertet er, dass im August wieder mehr freie Stellen gemeldet waren. Insgesamt waren es 848 Angebote und damit 28 mehr als im vergangenen Monat. Damit ist auch der Gesamtbestand an offenen Arbeitsstellen wieder um 210 auf 4.491 gestiegen. In Pirmasens waren es 71 freie Stellen, acht weniger als im Juli und zehn weniger als im August des vergangenen Jahres. Insgesamt gibt es 479 offene Stellen.
„Das Angebot macht deutlich, dass die Unternehmen in der Region Ausschau halten nach Fachkräften. Damit werden sich Perspektiven ergeben, sowohl für junge Menschen, die nach der abgeschlossenen Ausbildung noch auf der Suche sind, als auch für Frauen und Männer, die Corona-bedingt ihren Arbeitsplatz verloren haben“, erklärte Weißler.
Zurzeit hat die Agentur für Arbeit mit ihrer Berufsberatung den Ausbildungsmarkt verstärkt im Fokus. Dabei steht sie auf der einen Seite den Schüler zur Seite, die noch auf der Suche nach der passenden Ausbildungsstelle sind. Ebenso unterstützt sie die Betriebe auf der anderen Seite, die durch die Corona-Verzögerungen nun intensiv die Entscheidungen vorantreiben. „Nur die frühzeitige Ausbildung des eigenen Nachwuchses sichert die Fachkräfte der Zukunft“, appelliert der Leiter der Agentur für Arbeit.
Seit Oktober 2019 wurden dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit für dieses Jahr 2.835 Ausbildungsplätze gemeldet, 305 weniger als im gleichen
Zeitraum des Jahres zuvor. Die Berufsberatung zählte im gleichen Zeitraum 3.537 Bewerber, 628 weniger als vor einem Jahr. ak

Autor:

Andrea Kling aus Pirmasens

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