Der Arbeitskalender für die Streuobstwiese
Was gibt es im November zu tun?

Im November und Dezember ist die richtige Zeit Obstbäume auf der Streuobstwiese zu pflanzen.
  • Im November und Dezember ist die richtige Zeit Obstbäume auf der Streuobstwiese zu pflanzen.

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Region. Bäume pflanzen: Im November und Dezember herrschen die richtigen Voraussetzungen, um Obstbäume zu pflanzen. In diesen Monaten regnet es normalerweise genug, damit die gepflanzten Bäume nicht gegossen werden müssen und die jungen Wurzeln anwachsen können. Der Boden sollte allerdings nicht gefroren sein.
Damit der Baum ein langes Leben vor sich hat, sollte zuerst der Standort genauer betrachtet werden. Hier empfiehlt sich eine Bodenanalyse durchzuführen, bei der die Bodenaktivität und der Huminstoffgehalt bestimmt werden sollten. Auch ist auf ausreichenden Platz zu achten, da die meisten Streuobstbäume auf einer Sämlingsunterlage veredelt sind und somit große Kronen ausbilden. Ein Abstand zwischen den Bäumen von mindestens zehn Metern ist hier einzuhalten.
Beim Pflanzen des Baumes sollte das Pflanzloch mindestens eine Größe von 80x80x60 Zentimetern haben, damit der verwendete Wühlmauskorb mit eingebracht werden kann und die Feinwurzeln genügend aufgelockerten Boden vorfinden. Ob der Wühlmauskorb nun verzinkt oder unverzinkt sein sollte, ist jedem selbst überlassen. Beide Ausführungen haben ihre Vor- und Nachteile. Ebenfalls sollte man unbedingt einen Stützpfosten vor der Pflanzung in die Pflanzgrube einschlagen, damit man den jungen Baum nicht mit dem Hammer verletzten.
Wenn man den Baumschnitt beherrscht, so sind nun beschädigte Wurzeln zu entfernen, die vorhandenen Wurzeln so zu schneiden, dass eine gleichmäßige Verteilung der Wurzelmasse vorliegt und ein Pflanzschnitt durchzuführen. Neben der Stammverlängerung sollten maximal vier Leitäste, die gut an Stamm verteilt sind, verbleiben. Eine starke Einkürzung der verbleibenden Äste regt das Wachstum im Frühjahr an und ist die Grundlage für eine gesunde und stabile Kronenentwicklung. Wenn man sich hierbei nicht sicher ist, kann man diese Schritte auch in der Baumschule erledigen lassen.
Sehr wichtig bei der Pflanzung ist es, die Veredelungsstelle mindestens zehn bis 15 Zentimeter über dem Erdreich zu positionieren. Diese ist an der Verdickung des Stammes oberhalb der Wurzel zu erkennen. Liegt die Veredelungsstelle tiefer oder gar im Boden, so wird die Unterlage austreiben und die aufgenommenen Nährstoffe in ihr eigenes Wachstum und nicht in das Wachstum des gewünschten Obstbaumes stecken.
Wer dem jungen Baum einen sehr guten Start ermöglichen möchte, kann dem Erdreich jetzt ein Mykorrhiza-Präparat beimischen, um die Nährstoffaufnahme zu verbessern und eine Grundlage für einen vitalen Hochstamm zu legen.
Die Baumscheibe sollte nun die ersten Standjahre frei gehalten werden, damit Gräser und Blütenpflanzen keine Konkurrenz für den Baum darstellen können.
Sollte die Bodenanalyse gezeigt haben, dass eine Ausbringung von Kalk notwendig ist, so sollte diese Aufbringung bei feuchter Witterung oder Schnee erfolgen, um eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten.

Falllaub kompostieren

Um den Pilzbefall von Obstbäumen zu reduzieren, sollte jetzt das Falllaub von der Wiese entfernt werden. Hierdurch werden die vorhandenen Pilzsporen, die an den Blättern haften von der Wiese abgeräumt und das Infektionsrisiko wird stark minimiert. Das anfallende Laub kann dann kompostiert und für die nächsten Jahre als Dünger oder Bodenverbesserer verwendet werden.

Julen und Nisthilfen bauen
Die Tage werden immer kürzer und die Zeit, auf der Obstwiese tätig zu sein, wird von Tag zu Tag knapper. Jedoch können die dunklen Stunden auch sinnvoll genutzt werden. Jetzt kann man Nisthilfen für Vögel und Insekten bauen oder Julen für die Streuobstwiese zimmern. Durch die Bereitstellung von Nistmöglichkeiten wird die Anzahl der auf der Wiese vorkommenden Insekten und damit die Bestäubung der Blüten gefördert. Ansitzstangen, sogenannte Julen, werden oft von Greifvögeln benutzt, um nach Beute Ausschau zu halten. Hierdurch kann man Probleme mit Wühlmäusen entgegenwirken. Ebenfalls verhindert man hiermit Astabbrüche, die durch Greifvögel entstehen, die sich auf neu gepflanzte Bäume setzten. ps

Weitere Informationen:
Im Internet unter www.gartenbauvereine.de.

Autor:

Anja Kiefer aus Mannheim

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