Einer der wichtigsten Modewochen der Welt
London Fashionweek mit deutschen Topmodels
- Alina Schwarz bringt internationales Potenzial mit und kann dieses Dank der österreichisch-spanischen Modelagentur 1st Place Models jetzt auch auf großer Bühne zeigen.
- Foto: Eric von Ommen
- hochgeladen von Marianne Foregger
Österreich hat keine einzige international anerkannte Fashionweek, lediglich einige regionale Projekte ohne Verknüpfung mit internationalen Lizenzagenturen, Netzwerken und vorallem ohne internationale Einkäufer. Deswegen ist es immer mehr "en Vogue", dass österreichische Designer die große Bühne statt der regionalen Schau suchen. Davon profitieren aber jetzt auch einige deutsche Models.
Für Alina Schwarz aus Nürnberg war London der nächste große Schritt. Für Ann-Luisa Schirlitz aus Berlin sogar der bislang größte. Beide standen jetzt bei der London Fashionweek auf dem Laufsteg. Und auch Katharina Jordan mit ihren Wurzeln in Kiel sowie Cara Kernreuter mit familiärem Bezug in den Raum München gehörten zum internationalen Modelaufgebot von 1st Place Models.
Wenn man als junges Model bei einer der großen Fashionweeks laufen darf, ist das schon etwas Besonderes. Wenn innerhalb eines Jahres gleich drei der wichtigsten Modewochen dazukommen, umso mehr. Genau das hat die 22-jährige Alina Schwarz aus Nürnberg geschafft. Nach der Berlin Fashionweek und der Paris Fashionweek ging es für sie nun auch nach London.
Für die erst 16-jährige Ann-Luisa Schirlitz aus Berlin war die Reise nach London eine noch größere Sache. Sie wurde von 1st Place Models bei der Berlin Fashionweek entdeckt und bekam nun die Gelegenheit, bei einer der vier großen Fashionweeks weltweit dabei zu sein. London ist damit der bisher größte Karriereerfolg der jungen Berlinerin.
Und die beiden waren nicht die einzigen Models mit Deutschland Bezug. Katharina Jordan ist 24 Jahre alt und stammt ursprünglich aus Kiel. Cara Kernreuter ist 20 Jahre alt und lebt in Perchtoldsdorf, ihre Familie kommt aus der Umgebung von München. Insgesamt hatten damit vier der zwölf für den Showblock nominierten Models einen klaren Deutschland Bezug.
London statt nur Laufsteg in Deutschland/Österreich
Die London Fashionweek gehört gemeinsam mit Paris, Mailand und New York zu den vier wichtigsten Fashionweeks der Welt. Entsprechend groß ist die internationale Bedeutung eines Auftritts dort. Für Nachwuchsmodels kann ein solcher Termin wichtige Kontakte und neue Möglichkeiten bringen.
Die vier Models waren Teil eines von 1st Place Models zusammengestellten Showblocks. Schauplatz war die historische St. John's Cathedral beim bekannten Hyde Park. Dort fand ein offiziell lizensierter Fashionweek Event der Event & Lizenzagentur Global Fashionweek Association statt.
Neben den Models standen dabei auch drei österreichische Designer im Mittelpunkt. Der IVP Magdalena Graf Collective Showblock brachte Doris Berger/Rosengarten aus Guntramsdorf, Nikola Baumgartner aus St. Georgen am Ybbsfelde und Ines-Maria Sperrer aus Kremsmünster nach London.
Organisiert wurden die drei Shows von 1st Place Models Direktor Dominik Wachta gemeinsam mit Magdalena Graf aus Leopoldsdorf im Marchfeld. Graf arbeitet eigentlich im Finanzdienstleistungs-Bereich, möchte künftig aber häufiger im internationalen Fashionweek Zirkus mitmischen. Ihr erstes Projekt in der internationalen Modewelt stieß bei ihr auf große Begeisterung.
1st Place Models ist seit Jahren stark im internationalen Fashionweek Bereich aktiv. Die spanisch-amerikanisch-österreichische Agentur hat rund 90 % jener österreichischen Designer zu Auftritten bei den großen Modewochen in Mailand, Paris, London oder Berlin verholfen, die dort in den vergangenen Jahren vertreten waren.
Außerdem ist 1st Place Models die einzige Agentur mit Österreich-Bezug, die offizielle Fashionweek Event Lizenzen in den großen Modemetropolen erhält. Für die Models und Designer wurde London damit einmal mehr zu einer wichtigen Station auf dem Weg in die internationale Modewelt.
Rosengarten Couture by Doris Berger
Doris Berger kommt aus Guntramsdorf in Niederösterreich und arbeitet dort seit 2014 in ihrem eigenen Schneideratelier. Mit Rosengarten Couture hat sie sich einer Mode verschrieben, die stark von historischen Stilrichtungen geprägt ist. Viktorianische und mittelalterliche Einflüsse gehören ebenso dazu wie Elemente aus der Steampunk Ästhetik.
2021 zog Berger in ihr heutiges Atelier und entwickelte ihren aufwendigen, detailreichen Stil weiter. London war für sie bereits der vierte große internationale Fashion Week Auftritt. 2025 hatte sie ihre Kreationen in London und Paris gezeigt, 2026 folgte die Berlin Fashion Week.
Bei Rosengarten Couture treffen traditionelle Schneiderkunst und historische Inspiration auf ausgearbeitete Designkonzepte. Die Stücke fallen damit bewusst aus dem Rahmen klassischer zeitgenössischer Mode.
Atelier Nikola Baumgartner
Auch Nikola Baumgartner arbeitet mit viel Handarbeit. Die Meisterin der Maßschneiderei und Haute Couture führt ihr Atelier Nikola Baumgartner Maßmode in St. Georgen am Ybbsfelde in Niederösterreich. Aus hochwertigen Textilien entstehen dort individuell angefertigte Kleidungsstücke.
Wichtig sind Baumgartner dabei eine genaue Verarbeitung und Schnitte, die zur jeweiligen Person passen. Mehrlagiger Tüll, schwebend wirkende Schnitte und aufwendige Details tauchen immer wieder in ihren Arbeiten auf.
Seit 2020 ist Nikola Baumgartner regelmäßig Finalistin bei den Haute Couture Austria Awards. International machte sie im September 2025 erstmals bei der Paris Fashion Week auf sich aufmerksam. 2026 folgte die Berlin Fashion Week. Mit London kam nun ein weiterer internationaler Auftritt hinzu.
inesmaria by Ines Maria Sperrer
Ines Maria Sperrer gründete ihr Label inesmaria und eröffnete bereits mit 20 Jahren ihr eigenes Atelier in Oberösterreich. In den vergangenen sechs Jahren entwickelte sie eine eigene Handschrift mit extravaganten Entwürfen, markanten Silhouetten und aufwendigen Details.
Ihre Mode soll auffallen und nicht einfach nur einem aktuellen Trend folgen. Die einzelnen Kleidungsstücke sind als Statements gedacht, bei denen ausdrucksstarkes Design und präzise handwerkliche Arbeit zusammenkommen.
Auch für Sperrer war London nicht der erste große Schritt auf eine internationale Fashionweek Bühne. 2026 nahm sie bereits an der Paris Fashion Week teil. London war nun ihr zweites großes internationales Fashion Week Event.
Autor:Marianne Foregger aus Wochenblatt Kaiserslautern |
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