Chilenische Doktorandin berichtete am HBG Bruchsal über ihre Forschung am KIT
An der Schnittstelle zwischen Chemie und Computer

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Bruchsal (sm). Was Montserrat Paola Peñaloza Amion erforscht, ist nur für Menschen wirklich nachvollziehbar, die sich sowohl im IT-Sektor als auch in der Chemiewissenschaft auskennen. Die Chilenin promoviert am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Computerchemie und untersucht, wie mit Modellen Computersimulationen und damit letztlich stabile Molekülanordnungen hergestellt werden können. Einblicke in diesen Bereich gab die Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) im Rahmen des Programms „Schule hautnah – scholars at school“ des DAAD-Freundeskreises ausgewählten Schülerinnen und Schülern des Heisenberg-Gymnasiums Bruchsal.
„Es war einfach toll zu sehen, welche Rolle Coding auch in diesem Bereich spielt“, freute sich IT-Lehrer Yuri Bayat über den Besuch. Peñaloza habe den Zehnt- bis Zwölftklässlerinnen und -klässlern gezeigt, „wie wichtig das Vorherberechnen von Experimenten heute ist, um sie nicht selbst durchführen zu müssen.“ Die Südamerikanerin, die ihren Vortrag und auch die anschließende Fragerunde auf Englisch absolvierte, hatte in der Oberstufenbibliothek des Ganztagesgymnasiums zunächst in die Bildung und den Aufbau von Molekülen eingeführt und war dann in die Tiefen ihres Forschungsgegenstands am Institut für Nanotechnologie des KIT vorgedrungen. Dabei vermittelte sie den HBG-Chemietalenten die Begeisterung für diesen interdisziplinären Teilbereich ihres akademischen Faches und machte deutlich, mit wie viel Fleiß und Herzblut eine Promotion verbunden ist.
Im Sinne des bundesweit aktiven DAAD-Freundeskreises, der sich als größter Alumniverein des DAAD dem internationalen Austausch und der Völkerverständigung verschrieben hat, verband die junge Wissenschaftlerin ihre Stippvisite mit Vorträgen über ihr faszinierendes Heimatland in der Mittel- und Oberstufe. Zudem hospitierte sie in Unterrichtsstunden und bekam im Gespräch mit Schulleiter Manuel Sexauer Einblicke in das deutsche Bildungssystem. Eine Führung durch das nach modernen pädagogischen Erkenntnissen erbaute Gebäude rundete den Besuch an der UNESCO-Projektschule ab. Damit blickten bislang 31 DAAD-Stipendiatinnen und –Stipendiaten aus 18 Ländern hinter die Kulissen des HBG, darunter Studierende, Doktoranden und Professoren aus Staaten wie Indien, Mexiko, Ägypten, Syrien, Tadschikistan oder der Ukraine. Der Kontakt zum Freundeskreis kam über HBG-Lehrer Henning Belle zustande, der zugleich stellvertretender Vorsitzender des Vereins ist.

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