Betrüger wollen 14.500 Euro in Gold kassieren – doch dann schnappt die Polizei zu
- Die Kriminalpolizei Kaiserslautern hat zwei mutmaßliche Bandenbetrüger festgenommen. Sie sollen einen 76-Jährigen aus der Verbandsgemeinde Winnweiler mit einem angeblichen Gewinn um Gold im Wert von 14.500 Euro bringen wollen.
- Foto: Michael/stock.adobe.com
- hochgeladen von Blaulichtmeldungen aus dem Südwesten
Donnersbergkreis. Was als vermeintlich lukratives Investment begann, endete für zwei mutmaßliche Bandenbetrüger hinter Gittern. Die Kriminalpolizei Kaiserslautern hat am Mittwochmittag, 7. Oktober, zwei Männer im Alter von 47 und 52 Jahren festgenommen. Sie stehen im Verdacht, einen 76-Jährigen aus der Verbandsgemeinde Winnweiler um mehrere tausend Euro betrügen zu wollen. Doch die Rechnung ging nicht auf.
Erst 46.000 Euro Gewinn versprochen, dann Gold gefordert
Der Senior war über eine Internetanzeige auf das vermeintlich attraktive Anlageangebot aufmerksam geworden. Dort wurden hohe Geldgewinne bei vergleichsweise geringen Investitionen versprochen. Der 76-Jährige ließ sich zunächst darauf ein und investierte einen niedrigen dreistelligen Betrag.
Wenig später folgte die vermeintlich erfreuliche Nachricht: Seine Investition habe ihm einen Gewinn von rund 46.000 Euro eingebracht. Doch um an das Geld zu gelangen, sollte der Mann zunächst selbst tief in die Tasche greifen. Die mutmaßlichen Betrüger forderten ihn auf, Gold im Wert von 14.500 Euro zu kaufen und dieses an einen Abholer zu übergeben. Erst danach sollte der angebliche Gewinn ausgezahlt werden.
Polizei wartet auf die mutmaßlichen Betrüger
Zum Glück wurde ein Bekannter des Seniors auf die verdächtigen Umstände aufmerksam und warnte den 76-Jährigen vor der Betrugsmasche. Der Mann wandte sich daraufhin rechtzeitig an die Polizei.
Die Ermittler übernahmen und bereiteten den mutmaßlichen Tätern eine unangenehme Überraschung: Statt des erhofften Goldes wartete die Polizei auf die Männer. Beide Tatverdächtigen wurden am Mittwochmittag festgenommen.
Am Donnerstag mussten sich der 47-Jährige und sein 52-jähriger Komplize wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs vor einem Haftrichter verantworten. Dieser ordnete gegen beide Untersuchungshaft an. Anschließend wurden die Männer in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Der Fall zeigt, wie gefährlich vermeintlich lukrative Geldanlagen im Internet sein können. Besonders dann, wenn vor der Auszahlung angeblicher Gewinne zunächst hohe Geldbeträge oder andere Wertgegenstände verlangt werden, ist größte Vorsicht geboten.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |