Was macht die Pfalz aus? Neue Ausstellung in Speyer zeigt die Geschichte einer Region
- Zeitgenössische Darstellung, im Hintergrund der Dom zu Speyer; J. P. Walther, Rhein-Kreis, 1834, alt-kolorierte Radierung, aus: Das Königreich Bayern in seinen acht Kreisen bildlich und statistisch-topographisch sowie in acht historisch-geographischen Specialkarten. Nürnberg: Johann Thomas Schubert, 1836.
- Foto: www.digitale-sammlungen.de/de/details/bsb00133590; CC0 1.0-Lizenz
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Speyer. Was ist „typisch pfälzisch“? Wie wurde die Region zu dem, was sie heute ist? Diesen Fragen geht die Ausstellung „Making of Pfalz“ im Landesbibliothekszentrum / Pfälzische Landesbibliothek nach. Eröffnet wird sie am Mittwoch, 14. Januar, 18 Uhr. Im Anschluss ist sie bis 15. April zu sehen. Begleitet wird sie von einer Vortragsreihe, die am 21. Januar startet.
Die Ausstellung verfolgt, wie sich im 19. Jahrhundert aus einem bayerischen Regierungsbezirk eine Region mit einem starken kulturellen Selbstverständnis entwickelt hat. Rund 100 Exponate, mit historischen Unikaten, Druckwerken und Fotografien, veranschaulichen wie „typisch pfälzische“ Eigenschaften sprachlich und visuell hervorgebracht wurden und bis heute fortwirken.
Die begleitenden Vorträge nähern sich medienhistorischen Aspekten des Pfalz-Bildes und seiner Verbreitung, der Geschichte volkskundlicher Erforschung der Region sowie den Fragen der Erinnerungskultur in Bezug auf den Deutsch-Französischen Krieg.
Der erste Vortrag findet am Mittwoch, 21. Januar, um 18.15 Uhr in der Speyerer Landesbibliothek statt. PD Dr. Bernd Carqué (RPTU Landau) referiert über „Aggregatzustände des Bildwissens. Von den Skizzenbüchern der Maler zu den Bilderfabriken der Fotografen.“ Der Vortrag wirft einen Blick auf Protagonisten sowie Schlüsselwerke unter Einbeziehung ausgewählter Exponate aus der Ausstellung.
Konzipiert und erarbeitet wurde die Ausstellung von Studierenden des Instituts für Kunstwissenschaft und Bildende Kunst der RPTU in Landau, des Instituts für Germanistik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) sowie des Instituts für Europäische Kunstgeschichte der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg unter der Leitung von Dr. Maria Männig und PD Dr. Bernd Carqué (beide RPTU) sowie Prof. Dr. Andreas Böhn (KIT).
Am Mittwoch, 28. Januar, spricht Maria Männig über "Pfalz total. Von Versuchen, die Region panoramatisch zu fassen". "Volkskunden der Pfalz 1857-1867. Erwandert und erdacht" - mit diesem Thema beschäftigt sich der Vortrag von Ludger Tekampe am Mittwoch, 4. Februar. Um den Deutsch-Französischen Krieg und die Pfalz geht es am Mittwoch, 15. April, in einem Vortrag von Ekaterini Kepetzis. Alle Begleitvorträge beginnen um 18.15 Uhr. Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen frei.
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Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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