Speyerer Klinik als Kompetenzzentrum für Bauchfellkrebs zertifiziert
- Prof. Dr. Christian Klink ist der Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.
- Foto: Gerald Schilling
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Speyer. Wer wegen einer bösartigen Erkrankung des Bauchfells eine hochspezialisierte Operation benötigt, findet dafür jetzt offiziell ein Kompetenzzentrum in Speyer. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) hat die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus als Kompetenzzentrum für die chirurgische Behandlung bösartiger Erkrankungen des Bauchfells zertifiziert.
Die Auszeichnung bescheinigt der von Prof. Dr. med. Christian Klink geleiteten Klinik eine hohe medizinische Expertise, eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen und die Einhaltung anspruchsvoller Qualitätsstandards bei der Behandlung von Bauchfellkrebs.
Eines von nur zehn Zentren in Deutschland
Die DGAV-Zertifizierung haben bundesweit nach Angaben des Krankenhauses derzeit nur zehn Einrichtungen. Dazu gehören unter anderem die Charité-Universitätsmedizin Berlin sowie die Universitätsklinika Leipzig und Münster.
Für die Region ist die Zertifizierung besonders relevant: Das Speyerer Krankenhaus ist nach eigenen Angaben das einzige von der DGAV zertifizierte Kompetenzzentrum für die chirurgische Behandlung bösartiger Erkrankungen des Peritoneums in der Metropolregion Rhein-Neckar und im Südwesten Deutschlands. Patientinnen und Patienten aus der Region können damit für eine hochspezialisierte Behandlung auf ein entsprechendes Angebot in Speyer zurückgreifen.
Die neue Zertifizierung ergänzt die bereits bestehende Anerkennung der Klinik als Viszeralonkologisches Zentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG). Dort werden unter anderem Patientinnen und Patienten mit Speiseröhren-, Magen-, Bauchspeicheldrüsen- und Darmkrebs behandelt.
Operation und Chemotherapie kombiniert
Bei der Behandlung von Bauchfellkrebs arbeiten verschiedene medizinische Fachrichtungen eng zusammen. Diagnostik, Therapie und Nachsorge werden individuell auf die jeweilige Erkrankung abgestimmt.
Zum Behandlungsspektrum gehören auch spezielle Verfahren wie die Hypertherme Intraperitoneale Chemotherapie (HIPEC). Dabei werden sichtbare Tumorherde zunächst operativ entfernt. Anschließend wird die Bauchhöhle mit einer erwärmten Chemotherapielösung gespült, um möglichst auch verbliebene Tumorzellen zu erreichen.
Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die sogenannte PIPAC-Therapie. Dabei wird während einer Bauchspiegelung ein Chemotherapeutikum als fein vernebeltes Aerosol in die Bauchhöhle eingebracht. Das Verfahren kann insbesondere für Patientinnen und Patienten infrage kommen, bei denen eine vollständige operative Entfernung der Tumoren nicht möglich ist.
„Die Zertifizierung ist eine besondere Auszeichnung für unser gesamtes Team und bestätigt die hohe Qualität unserer Arbeit“, sagt Klinikleiter Prof. Dr. med. Christian Klink. Gleichzeitig sei die Anerkennung eine Verpflichtung, die Patientinnen und Patienten auch künftig nach hohen medizinischen Standards zu behandeln und das Leistungsangebot weiterzuentwickeln.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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