Niedrigwasser am Rhein: Stadt Speyer warnt vor Schwimmen und Betreten
- Bei Niedrigwasser wirkt der Rhein stellenweise zugänglich. Die Stadt Speyer warnt, den Flusslauf zu betreten oder dort zu schwimmen.
- Foto: Jürgen Humbert
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Speyer. Der Rhein wirkt wegen des aktuell niedrigen Wasserstands an manchen Stellen plötzlich „begehbar“. Genau davor warnt die Stadt Speyer. Wer in den Flusslauf geht oder in flach wirkenden Bereichen schwimmt, kann Strömung und Tiefe schnell falsch einschätzen.
Auch bei wenig Wasser bleiben die Risiken laut Stadt erheblich. Die Strömung kann Menschen erfassen und mitreißen. Dazu kommen Hindernisse und Vertiefungen, die unter der Wasseroberfläche nicht zu erkennen sind. Außerdem bleibt der Schiffsverkehr ein Gefahrenfaktor.
Auch gefährliche Funde sind möglich
Durch das Niedrigwasser können Gegenstände auftauchen, die sonst nicht sichtbar sind. Die Stadt Speyer nennt dabei auch alte Kampfmittel oder andere potenziell gefährliche Gegenstände. Wer so etwas entdeckt, soll es nicht anfassen oder bewegen, Abstand halten und über den Notruf 110 oder 112 die zuständigen Behörden verständigen.
Die Stadt weist außerdem darauf hin, dass sich bei Niedrigwasser die Bedingungen für die Wasserrettung an einzelnen Stellen verändern. Gleichzeitig stellt sie klar, dass die Rettung von Personen aus dem Rhein im Stadtgebiet weiterhin sichergestellt ist. Zuständig ist der Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Speyer mit zwei Katastrophenschutzeinheiten.
Die SEG Wasserrettung stellt die DLRG Speyer im Auftrag der Stadt. Das Rettungsboot liegt am Binsfeld. Das Zu-Wasser-Lassen in den Rhein fällt wegen des niedrigen Wasserstands teilweise schwerer, für Einsätze im Bereich des Binsfelds steht das Boot laut Stadt aber weiterhin zur Verfügung.
Zusätzlich verfügt die Feuerwehr Speyer über die Facheinheit Wasserschutz mit einem Mehrzweckboot und einem Rettungsboot. Beide Boote liegen im Yachthafen und sind nach Angaben der Stadt auch bei den derzeitigen Wasserständen voll einsatzbereit. Aktuell fahren die Einsatzkräfte damit unter anderem Ausbildungsfahrten auf dem Rhein.
Die Stadt Speyer appelliert an die Bevölkerung, den Rhein nicht zu betreten und dort nicht zu schwimmen. Das gilt ausdrücklich auch für Bereiche, die nur scheinbar flach sind oder durch das Niedrigwasser zugänglich wurden. Besonders Kinder und Jugendliche sollen laut Stadt auf die Gefahren aufmerksam gemacht werden und nicht unbeaufsichtigt in Ufernähe spielen oder den Flusslauf betreten.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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