Dom, Lichter, Autoscooter: So sieht das Brezelfestbild 2026 aus
- Ein lauer Sommerabend auf dem Brezelfest: Nina Bussjäger hat ihre Kindheitserinnerungen an das beliebte Volksfest im Brezelfestbild 2026 festgehalten.
- Foto: Nina Bussjäger
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Brezelfestbild 2026. Dom, Lichtermeer, Autoscooter – und der Duft von Zuckerwatte scheint fast in der Luft zu liegen. Das Brezelfestbild 2026 der Speyerer Künstlerin Nina Bussjäger versetzt den Betrachter mitten hinein ins Volksfest.
Bussjäger kombiniert in dem Bild ihre Kindheitserinnerungen mit der Stimmung eines lauen Sommerabends auf dem Brezelfest. Sie zeigt das Brezelfest aus ungewohnter Perspektive: aus dem Autoscooter heraus. Das Werk wird traditionell am Brezelfest-Montag beim Frühschoppen für einen guten Zweck versteigert. Organisation und Auswahl der Künstlerinnen und Künstler liegen jedes Jahr in der Verantwortung von Round Table 63. Dessen Präsident Maximilian Blöh hatte bei Bussjäger im vergangenen Jahr angefragt - zum wiederholten Male.
Nina Bussjäger zeigt das Brezelfest aus ungewohnter Perspektive
Es war vor allem Blöhs Zusicherung, dass es keine künstlerischen Einschränkungen gibt, die sie dazu gebracht hat, dieses Mal zuzusagen. Dennoch unterscheidet sich das Brezelfestbild sehr von den sonstigen Arbeiten der freischaffenden Künstlerin. Nicht in der Technik: Da bleibt Bussjäger bei Acryl auf Leinwand. Nicht im Format. Das Bild ist 1,40 auf 1,30 Meter groß. Aber in der Bildaussage. Sonst stehen meist eine einzelne Person und ihre individuellen Konflikte im Mittelpunkt ihrer Werke. Es geht um die Turbulenzen des menschlichen Daseins, nicht um eine Fahrt auf dem Riesenrad.
„Ich wollte Lust auf das Brezelfest machen", sagt Bussjäger zu diesem "Ausflug" aus ihrem künstlerischen Alltag, "Erinnerungen und Emotionen wecken". Ursprünglich hatte sie eine andere Bildidee im Kopf, wollte das Brezelfest aus der Perspektive eines Greifautomaten zeigen. Doch die Details wären wohl im kleinen Format als Weinetikett beziehungsweise auf den Brezelfest-Buttons verloren gegangen, so dass sie sich für dieses Motiv entschied. Ein Brezelfestbild, das die Lebensfreude des Festes vermittelt - und das ganz ohne Brezel.
Warum die Künstlerin ihre erste Idee verwarf
Mit dem Erlös aus Versteigerung, Lithografien-, Wein- und Buttonverkauf werden in diesem Jahr lokale Bewegungs- und Schwimmprojekte für Kinder gefördert. Der Wassersportverein Speyer ist ebenso involviert wie der Stadtsportverband, AV03, Judosportverein und TSV.
Nina Bussjäger ist schon gespannt, wie viel Geld für den guten Zweck ihr Bild bei der Versteigerung erzielen wird, bremst aber zugleich die Erwartungen: "Die Firmen sind gerade zurückhaltend, wenn es um die Investition in Kunst geht", sagt sie. Und ergänzt: "Dabei ermöglicht Kunst es gerade in schweren Zeiten, in andere Welten abzudriften." Ähnliches lässt sich wohl auch über Volksfeste sagen.
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Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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