38 neue Religionslehrkräfte: Sie wollen Religion näher an die Lebenswelt bringen
- In Speyer haben 38 neue Religionslehrkräfte ihre kirchliche Beauftragung für den Unterricht im Bistum erhalten.
- Foto: Bistum Speyer/Klaus Landry
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Speyer. Für 38 angehende Religionslehrkräfte im Bistum Speyer hat mit der Missio canonica ein wichtiger Schritt in den Beruf begonnen. Bei der diesjährigen Verleihung erteilte der emeritierte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann die kirchliche Beauftragung für den Unterricht an verschiedenen Schularten.
25 der Kandidatinnen und Kandidaten werden an Grundschulen im Bistumsgebiet arbeiten. Sechs gehen an Gymnasien, drei an Förderschulen und zwei an Berufsbildende Schulen. Eine Person wird an einer Realschule Plus unterrichten. Wie das Bistum Speyer mitteilt, absolvierten alle Bewerberinnen und Bewerber nach ihrer staatlichen Ausbildung noch ein Vorbereitungswochenende zur Spiritualität des Religionslehrerberufs sowie eine verpflichtende Präventionsschulung.
Wiesemann würdigte den Einsatz der neuen Lehrkräfte mit den Worten: „Es ist wunderbar, dass Sie diesen Dienst tun, dass Sie sich persönlich dafür zur Verfügung stellen.“ In seiner Predigt betonte er außerdem: „Man muss hinaus und es wagen. Wissen ist unendlich wesentlich. Aber Wagnis und Vertrauen, Glauben an sich, Glauben an einen sicheren Raum, an eine Vision, das Glauben an Gott, an einen Grund, der trägt – Das gilt für jedes menschliche Leben.“
Was die neuen Lehrkräfte in den Unterricht mitnehmen
Dr. Irina Kreusch, Leiterin der Hauptabteilung Schulen, Hochschulen und Bildung im Bistum, sagte zu Beginn des Gottesdienstes: „Sie sind die Profis Gottes. Christliches Handeln ist mehr als nur Unterricht – es ist ein Lebensmotto.“ Sie würdigte auch, dass Wiesemann trotz seines offiziellen Rücktritts zwei Tage zuvor die Messe mitfeierte.
Vier der neuen Religionslehrkräfte schildern im begleitenden Interview ihre Erwartungen an das Fach. Judith Anstett, die an einem Gymnasium unterrichten wird, sieht eine zentrale Aufgabe darin, Jugendliche auf ihrem Lebensweg zu begleiten und Religion als mehr als nur den sonntäglichen Gottesdienst sichtbar zu machen.
Ivo Schreiner, der an einer Förderschule arbeiten wird, möchte christlich-religiöse Themen als Teil der Lebenswirklichkeit von Schülerinnen und Schülern erfahrbar machen. Sarah Hien, die an eine Grundschule geht, hält es für wichtig, religiöse Fragen mit den Erfahrungen der Kinder zu verbinden. Maria Reiß, die an einer Berufsbildenden Schule unterrichten wird, will Lernende begleiten und religiöse Fragen mit ihrem jeweiligen Berufsfeld verknüpfen.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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