„Triff Mike - After Work“ in der Industriehofschenke
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„Triff Mike – After Work“ in der Industriehofschenke: 80 Speyerer Bürger im offenen Austausch
Unter dem Wahlkampfmotto „Mike macht’s“ fand am Donnerstagabend in der Industriehofschenke ein After-Work-Format der Reihe „Triff Mike“ statt. Rund 80 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung von OB-Kandidat Mike Oehlmann zu einem offenen Austausch über aktuelle Themen der Stadt Speyer. Besonders hob Oehlmann hervor, dass neben Unterstützern auch viele Menschen ohne parteipolitische Bindung anwesend waren: „Ich bin froh, dass nicht nur Parteianhänger der unterstützenden Parteien da waren, sondern sehr viele Speyerer Bürger. Genau dieser offene Austausch ist mir wichtig.“ Oehlmann betonte, dass Speyer eine starke Stadt mit engagierten Menschen und großem Ehrenamt sei, dieses Fundament aber nur dann trage, wenn die Stadt konsequent weiterentwickelt werde. Ein „Weiter so“ der letzten siebeneinhalb Jahre sei aus seiner Sicht keine Option: „Wir müssen die Zukunft aktiv gestalten und Speyer wieder konsequent nach vorne bringen.“ Im Mittelpunkt der Gespräche standen die wirtschaftliche Zukunft Speyers, Wohnraum, Infrastruktur und Verwaltung.
Zur wirtschaftlichen Zukunft Speyers verwies Oehlmann darauf, dass er die Förderung von Start-ups bereits seit 2018 regelmäßig im Stadtrat eingebracht habe, unter anderem mit der Idee eines „Start-up-Towers“. „Genau diese Haltung hat uns ausgebremst. Andere Städte haben längst gehandelt – mit Venture-Campi, Gründungszentren, Kooperationen mit Hochschulen und Start-up-Hubs. Was dort Standard ist, wird in Speyer bis heute von der Oberbürgermeisterin nicht konsequent genug umgesetzt. Dass hier erst 2026 ernsthaft mit dem Thema Start-ups begonnen wird, zeigt, wie viel Zeit wir für unsere wirtschaftliche Zukunft verloren haben.“ Speyer brauche eine klare Wirtschaftsagenda mit Fokus auf Innovation, Gründung und Arbeitsplätze.
Auch die Wohnraumsituation war Thema. Oehlmann forderte mehr bezahlbaren Wohnraum für Familien, Alleinstehende und Senioren. Der demografische Wandel erfordert aktives politisches Handeln.
Beim Thema Infrastruktur sprach er sich für einen Infrastruktur-Booster aus. Investitionen in Schulen, Straßen und öffentliche Gebäude dürften nicht weiter aufgeschoben werden. Als Beispiele nannte er Schultoiletten, den Zustand der Verkehrsachsen sowie die Salierbrücke. Dass teilweise sogar Schüler Spenden für Schultoiletten sammeln müssten, sei ein Armutszeugnis.
Auch die Verwaltung müsse moderner, digitaler und serviceorientierter werden. „Andere Städte zeigen längst, dass moderne Verwaltung funktioniert – diesen Anspruch müssen wir auch in Speyer konsequent umsetzen.“
Zum Abschluss zog Oehlmann ein positives Fazit: „Es war ein langer, aber sehr guter Abend mit vielen ehrlichen Gesprächen. Genau darum geht es: zuhören, verstehen und gemeinsam Lösungen entwickeln.“ Das Format „Triff Mike“ wird bis zur Wahl regelmäßig in verschiedenen Stadtteilen Speyers fortgesetzt.
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