Nordpfälzer erobern das Fichtelgebirge 6
Wanderwoche des Pfälzerwaldvereins Rockenhausen

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Heute berichte ich das letzte mal von unserer Wanderwoche im Fichtelgebirge. Wie in meinem letzten Bericht bereits angekündigt konnten wir am 24. Juni das Entzünden des Johannisfeuers besuchen. Es ist seit dem 12. Jahrhundert bekannt und seit dem 14. Jahrhundert häufig belegt. Im Mittelalter führte man vor allem Tänze rund um die Johannisfeuer auf. Der Brauch wird in einigen Bundesländern, unter anderem in Bayern und Franken gepflegt. Da es tagsüber geregnet hatte mußte die Bischofsgrüner Feuerwehr ihr ganzes Können unter Beweis stellen um den etwa 5 Meter hohen Holzhaufen zum brennen zu bringen. Wie mein Foto zeigt ist dies aber sehr gut gelungen . Am Samstag stand dann unsere letzte Wanderung auf dem Programm. Über den 877 Meter hohen Waldsteingipfel ging es hinunter zum Weißenstädter See. Hier finden wir Naturschönheiten , historische Bauten und eine hervorragende Aussicht . Vor allem imponieren die riesigen, durch Spalten getrennten Granitfelstürme. Viele absonderlich geformte Felsgebilde erregen die Aufmerksamkeit der Besucher. Am bekanntesten ist der im Vorhof des Roten Schloßes pilzförmig emporwachsende Teufelstisch. Auf seiner Platte sollen die dorthin verbannten Kobolte und Poltergeister zu Mitternacht spuken und sich mit dem eisernen Kartenspiel die Zeit vertreiben. Westlich vom Waldsteinhaus , wo wir unsere Mittagsrast eingelegt haben, trifft man auf ein kleines, merkwürdiges Gebäude, den um 1650 erbauten Bärenfang, in dem tatsächlich Bären gefangen worden sind. Es handelt sich um das einzige erhaltene Jagddenkmal dieser Art in Deutschland. Beim Weißenstädter See handelt es sich um einen 48 Hektar großen Stausee zwischen Schneeberg und dem Waldstein. Am späten Nachmittag ging es dann mit dem Bus wieder ins Hotel. Der Sonntag stand dann zur freien Verfügung. Einige nutzten die Gelegenheit morgens ein Kurkonzert zu besuchen und später das Sommer Skispringen auf den 3 Schanzen von Bischofsgrün anzuschauen . Am Montag ging es dann wieder zurück nach Rockenhausen . Ich hoffe ich konnte allen Lesern die wirklich schöne Natur des Fichtelgebirges etwas näher bringen.

Autor:

Heinrich Schneider aus Rockenhausen

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