Mehr als 300 feiern in Steinwenden – warum der Freiheitsbaum bleibt

Beim Freiheitsbaumfest in Steinwenden kamen über 300 Menschen zusammen und feierten bis in den Abend. | Foto: Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach
  • Beim Freiheitsbaumfest in Steinwenden kamen über 300 Menschen zusammen und feierten bis in den Abend.
  • Foto: Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach

Steinwenden. Wer am Mittwoch, 30. April, abends noch spontan unter Leute wollte, fand beim Freiheitsbaumfest im Ort schnell Anschluss: Über 300 Besucher kamen laut Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach zusammen und feierten bis 21 Uhr bei kühlem, aber sonnigem Wetter.

Im Mittelpunkt stand wie jedes Jahr der Freiheitsbaum – und die Erinnerung an den früheren Ortsbürgermeister Johannes Häberle (1790–1858). Er ließ sich um 1817 in Steinwenden als Rotgerber nieder und wurde 1831 zum Bürgermeister gewählt. Als Verfechter freiheitlicher und demokratischer Ideen zog er im Mai 1832 mit einer Gruppe Steinwendener Bürger zum Hambacher Schloss. Zwei Jahre später stellte er in Steinwenden den Freiheitsbaum auf. Das missfiel der bayerischen Obrigkeit: Häberle und weitere Bürger aus Steinwenden wurden wegen "Beleidigung und Bedrohung obrigkeitlicher Personen" inhaftiert, sodass er im März 1834 sein Amt als Bürgermeister niederlegen musste.

Dank an Helfer und Mitwirkende

Ortsbürgermeister Ralf Guckenbiehl bedankte sich laut Verbandsgemeinde bei den Helfern aller Fraktionen des Gemeinderates, bei den Landfrauen Steinwenden sowie beim Elternausschuss der Kindertagesstätte Siebenstark für die Verpflegung. Ein Dank ging auch an die Familie Lauenroth, die erneut Schokoküsse spendierte.

Besonderen Dank richtete die Ortsgemeinde an die Kinder, Erzieher und Lehrer für die Darbietungen. Für die musikalische Begleitung zur Nationalhymne sorgten die Pfälzer Rhythmusfetzer Steinwenden. Pfarrer Bernhard Schäfer steuerte einen Redebeitrag bei und stimmte unter dem Freiheitsbaum das Traditionslied „Die Gedanken, sind frei“ an.[red]

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Autor:

Erik Stegner aus Landstuhl

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