Vortrag in Pirmasens blickt auf die Bombenaffären der Weimarer Zeit
- Zeitungsbericht aus den frühen 1930er Jahren zu Sprengstofffunden in Pirmasens.
- Foto: Forschungs- und Dokumentationsstelle SEAL
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Pirmasens. Wer sich für die Geschichte der Stadt interessiert, kann am Montag, 26. Oktober, einen Blick auf ein wenig bekanntes Kapitel der frühen 1930er Jahre werfen. Dann spricht Nils Rath von der Universität Trier um 19.30 Uhr im Carolinensaal Pirmasens über die Pirmasenser Bombenaffären.
Der Historische Verein Pirmasens lädt zu dem Vortrag ein. Im Mittelpunkt stehen laut Verein politische Gewalt, Waffenfunde und der Umgang der Justiz mit extremistischen Milieus in der späten Weimarer Republik.
Nils Rath ist Masterstudent der Geschichte an der Universität Trier und wissenschaftliche Hilfskraft an der Forschungs- und Dokumentationsstelle SEAL. Er beschäftigt sich in seinem Vortrag mit Sprengstofffunden bei Pirmasenser Kommunisten und kurz darauf bei führenden pfälzischen Nationalsozialisten, die damals landesweit Schlagzeilen auslösten.
Lokale Geschichte im größeren Zusammenhang
Anhand der beiden Pirmasenser Bombenprozesse zeigt Rath, wie sich lokale Gewaltgemeinschaften politisch radikalisierten. Er ordnet die Fälle in die wirtschaftlichen und sozialen Krisen der 1920er Jahre in Pirmasens ein und beleuchtet, wie die Justiz in der Endphase der Weimarer Republik auf politische Gewalt reagierte.
Wie der Historische Verein Pirmasens mitteilt, stieß Rath bei seiner wissenschaftlichen Arbeit auf bislang wenig beachtete Quellen zu den Bombenaffären. Diese Funde wurden zum Ausgangspunkt seiner weiteren Forschungen. Die Veranstaltung gehört zum Jahresprogramm des Vereins. red
Autor:Frank Schäfer aus Pirmasens |