Pirmasens baut Regenüberlaufbecken in der Gründelle neu
- In Pirmasens läuft ein Großprojekt unter der Erde weiter: In der Gründelle entsteht ein neues Regenüberlaufbecken mit Pumpwerk.
- Foto: Stadt Pirmasens
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Pirmasens. In der Gründelle entsteht bis zum Jahresende ein neues Regenüberlaufbecken samt Pumpwerk. Das soll die Abwasserbeseitigung zukunftsfähig machen. Nach Angaben der Stadt Pirmasens liegen die Arbeiten aktuell im Zeit- und Kostenrahmen.
Die Stadt investiert rund 4,1 Millionen Euro. Den Neubau braucht es, weil die bisherigen Bauwerke und die Technik nach über fünf Jahrzehnten als marode und überdimensioniert gelten. Das Becken ist laut Stadt undicht und der Beton porös. Außerdem gibt es für die Pumpen samt Steuerung keine Ersatzteile mehr.
Becken wird deutlich kleiner, altes Pumpenhaus geht außer Betrieb
Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd hatte der Stadt laut Mitteilung auferlegt, das Volumen anzupassen und die Pumpen zu verkleinern. Die Planungen liefen über mehrere Jahre. Die Genehmigung erteilte die Behörde im Laufe des Jahres 2025.
Das 1974 errichtete Regenüberlaufbecken fasste bisher rund 2.160 Kubikmeter. Dort sammelt sich Abwasser aus der Parkwaldsiedlung, aus Teilen des Horeb sowie aus der Landauer- und Zeppelinstraße. Von dort gelangt es über Pumpen und eine Leitung entlang der Frühwiese zum Nordstollen und weiter zur Kläranlage im Blümelstal.
Das Projekt teilt sich in zwei Abschnitte. Zuerst verlegte die Firma Peter Paul aus Klingenmünster zwischen August und Dezember 2025 eine rund 1,5 Kilometer lange Druckleitung von der Landauer Straße zum Nordstollen auf dem Messgelände. Gut ein Kilometer entstand in offener Bauweise. Rund 500 Meter zog das Team in ein vorhandenes Rohr ein. 50 Meter trieb die Firma unter der Landauer Straße per Spülbohrverfahren durch. Zwei Kontrollschächte kamen dazu.
Seit März baut die Stadt das bestehende Regenrückhaltebecken auf dem Betriebsgelände in der Gründelle um. Das Team saniert es, ergänzt einen Geröllfang und reduziert das Fassungsvermögen auf 460 Kubikmeter. Neu entsteht das Pumpwerk in Fertigbauweise. Das alte Pumpenhaus mit drei Tiefgeschossen, die rund 15 Meter in die Tiefe reichen, nimmt die Stadt außer Betrieb. Außerdem erneuert sie die Trafostation.
Die Planung und Statik übernimmt das Ingenieurbüro Thiele Objektplanung GmbH aus Pirmasens. Für Elektro- und Maschinentechnik arbeitet die Stadt mit dem Ingenieurbüro Trauth & Jacobs aus Kallstadt. Die Fäden laufen beim Abwasserbeseitigungsbetrieb der Stadt Pirmasens zusammen.
Bei einem Vor-Ort-Termin informierten sich Oberbürgermeister Markus Zwick und Baudezernent Michael Maas gemeinsam mit Tiefbauamtsleiter Roman Lill über den Stand. Aus dem Abwasserbeseitigungsbetrieb begleiteten Markus Eyrisch, Sachgebietsleiter Stadtentwässerung, und Eric Schubert (Kanalneubau) den Termin. Von der Firma Peter Gross gab Elmar Anna Einblicke in Schalung und Betonarbeiten. Tobias Thiele erläuterte den Zeitplan für die folgenden Gewerke der Elektro-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. red
Autor:Frank Schäfer aus Pirmasens |