Pionier der Pirmasenser Quartierstreffs
- Cornelia Schwarz (links) und Svetlana Mancos organisieren gemeinsam den Treff an der Adresse Patio 1
- Foto: ars publicandi
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Von Andreas Becker
Pirmasens. Mit Umzug in einen Neubau und Umbenennung in p11 wurde 2019 das Angebot des Patio-Projektladens erweitert. Heute ist der Quartierstreff ein Begegnungszentrum für das Winzler Viertel und erleichtert den Zugang zu Beratungsstellen.
Menschen zusammenbringen und Raum für Begegnung bieten: Auf diese Idee geht das p11 zurück, initiiert vom früheren theologischen Vorstand des Diakoniezentrums, Norbert Becker; als großer Verfechter gilt ebenso Bauhilfe-Geschäftsführer Ralph Stegner. Getragen wird das p11 von den PS:patio!-Initiatoren Diakonie, Bauhilfe und Stadtverwaltung.
„Als offene Begegnungsstätte inmitten des Winzler Viertels sind wir zentrale Anlaufstelle, um Menschen zu unterstützen und Einsamkeit aktiv entgegenwirken – am besten, bevor sie entsteht.“ Cornelia Schwarz war schon im Patio-Projektladen aktiv. „Unser Konzept hat sich bewährt – mit niedrigschwelligen Angeboten für Familien, Kinder und Senioren, die die Nachbarschaft stärken.“ Gemeinsam mit Kollegin Svetlana Mancos organisiert sie den Treff an der Adresse Patio 1, eine weitere Kollegin befindet sich noch in Elternzeit.
Gemeinschaft für alle
Das Programm richtet sich an alle – unabhängig von Alter, Herkunft und Hintergrund: Kinder werden im Lese-Club und in der Bastelkiste kreativ, das Angebot wird durch Ausflüge ergänzt. Garten, Spielplatz, Hochbeete und ein Bouleplatz fördern gemeinsame Aktivitäten. Singrunden, ein Häkelkreis, der Deutsch-Kurs und die Sprechstunden des „Digitalen Botschafters“ runden das Angebot ab.
Neben Gemeinschaftsraum, Kinderzimmer und Küche steht ein „externes Wohnzimmer“ für Senioren zum Austausch offen und eine Gymnastikgruppe hält sie mit Stuhltanz fit. Raum für Austausch, Beratung und Vernetzung von Eltern bieten eine Eltern-Kind-Gruppe sowie eine Selbsthilfegruppe für Angehörige autistischer Kinder.
„Das Team vom p11 ist immer für die Menschen da – ganz besonders, wenn es sprichwörtlich brennt und jemand dringend Hilfe benötigt“, erklärt Cornelia Schwarz.
Hand in Hand eine Lösung finden
Das p11 ist täglich geöffnet und veranstaltet auch Aktionstage wie Gesprächsrunden, Frühlingscafé, Oktoberfest oder Weihnachtsmarkt. Zugleich ist es Anlauf- und Vermittlungsstelle bei Problemen wie Armut, Wohnungsverlust, fehlender Teilhabe oder Unterstützung bei Anträgen und Behördengängen.
Unterstützung bieten Partner wie Diakonie und Caritas, der Pakt für Pirmasens, Seniorenbüro, Gemeindeschwesterplus, Haus Meinberg sowie Jugend- und Sozialamt. Auch mit dem Familienzentrum „Aufwind“ und der Schulsozialarbeit besteht enger Austausch. Da das p11 knapp besetzt ist, spielt ehrenamtliches Engagement eine wichtige Rolle. „Wir freuen uns über jeden, der sich mit Ideen einbringt und Aufgaben übernimmt“, sagt Cornelia Schwarz. „Eine pfiffige Idee ist die Wanderbank, die wie eine Schubkarre durchs Quartier geschoben wird: Bei Kaffee und Keksen kommt das Team vom p11 schnell mit den Menschen ins Gespräch.“
Echtes Miteinander
Das p11 präsentiert sich mit anderen Quartierstreffs bei Veranstaltungen wie Eisweiher- und Kinderspielfest, Wochenmarkt und Schlabbeflicker-Festival – etwa mit Kinderschminken und Mitmachaktionen. Zudem treffen sich jeden Monat die Leiter aller Quartierstreffs zum Austausch.
Ein Highlight ist die „Tour de Quartier“: Nach Vorbild der Kneipentour verbindet ein Busshuttle alle fünf Treffs. So entdecken Gäste die Vielfalt der Angebote – ein Tag voller Begegnungen, Musik und Aktionen.
Autor:Frank Schäfer aus Pirmasens |
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