Neuer Gesundheitsbericht zeigt, wo die Südwestpfalz genauer hinsehen will
- Der neue Gesundheitsbericht bündelt erstmals Daten zur gesundheitlichen Lage in der Südwestpfalz, in Pirmasens und in Zweibrücken.
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Südwestpfalz. Wie gesund die Menschen in der Region leben und wo es Unterschiede gibt, lässt sich jetzt erstmals gebündelt nachlesen. Das Gesundheitsamt Südwestpfalz hat einen gemeinsamen kommunalen Gesundheitsbericht für den Landkreis Südwestpfalz sowie die Städte Pirmasens und Zweibrücken veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen Daten zur gesundheitlichen Situation der Bevölkerung. Der Bericht wertet nach Angaben der Kreisverwaltung vor allem Zahlen aus dem Jahr 2024 aus und soll Entwicklungen, Unterschiede und möglichen Handlungsbedarf in der Region sichtbar machen.
Landrätin Dr. Susanne Ganster sagt: „Mit dem kommunalen Gesundheitsbericht schaffen wir erstmals eine umfassende gemeinsame Datengrundlage für die Region. Er soll dabei helfen, gesundheitliche Entwicklungen sichtbar zu machen, Unterschiede und Handlungsbedarfe zu erkennen und eine fundierte Diskussion darüber zu ermöglichen, wo wir auf kommunaler Ebene Einfluss nehmen können“.
Vier Themenfelder im Blick
Der Bericht untersucht vier große Bereiche. Dazu zählen Bevölkerung und soziale Lage, gesundheitsrelevante Umweltfaktoren, der Gesundheitszustand der Bevölkerung und die gesundheitliche Versorgung. Bei der sozialen Lage geht es unter anderem um Bevölkerungsentwicklung, Altersstruktur, Beschäftigung, Arbeitslosigkeit, Einkommen, Bildungsstand, Wohnungslosigkeit sowie Daten zu Menschen mit Behinderung, mit Migrationshintergrund und zu Schutzsuchenden. Bei den Umweltfaktoren betrachtet der Bericht unter anderem Luft, Badegewässer und klimatische Veränderungen. Zum Gesundheitszustand gehören etwa Sterblichkeit und Todesursachen, Suizide, häufige Erkrankungen, Krankenhausdiagnosen, Krebserkrankungen und Infektionskrankheiten. Im Bereich Versorgung geht es um ambulante und stationäre Angebote, Pflege, Rettungsdienst, Apotheken, den Öffentlichen Gesundheitsdienst sowie Prävention und Gesundheitsförderung.
Für den Bericht hat das Gesundheitsamt Daten aus unterschiedlichen regionalen und überregionalen Quellen zusammengeführt. Dazu gehören Angaben aus der Kreisverwaltung Südwestpfalz, verschiedenen Landesbehörden, von Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz, dem Krebsregister Rheinland-Pfalz sowie vom Statistischen Landes- und Bundesamt.
Die Verwaltung betont zugleich, dass statistische Daten nicht alle gesundheitsrelevanten Sachverhalte gleichermaßen abbilden können. Deshalb versteht sie den Bericht als erste Bestandsaufnahme, die später durch weitere Schwerpunktberichte ergänzt werden soll.
Bericht soll Diskussion in der Region anstoßen
Anfang 2027 folgt nach Angaben der Kreisverwaltung eine kommunale Gesundheitskonferenz für die Südwestpfalz. Der Bericht liefert dafür die fachliche und datenbasierte Grundlage. Eine fertige Maßnahmenplanung gibt er laut Verwaltung noch nicht vor. Stattdessen soll er eine gemeinsame Informations- und Diskussionsgrundlage für Politik, Verwaltung, Gesundheitswesen, Pflege, Sozialbereich, Beratungsstellen, Krankenkassen, Bildung, Arbeitsmarkt und weitere Bereiche schaffen. Der Gesundheitsbericht richtet sich an Bürgerinnen und Bürger der Region ebenso wie an politische Entscheidungsträger und Fachleute aus dem Gesundheits- und Sozialwesen. Abrufbar ist er auf der Internetseite der Kreisverwaltung unter https://www.lksuedwestpfalz.de/buergerservice/abteilungen/gesundheitswesen/gesundheitsfoerderung/gesundheitsberichterstattung/. red
Autor:Frank Schäfer aus Pirmasens |