„Limerick“ feiert am 21. April „runden“ Geburtstag im „Z1“
Kultband mit Großstadtflair

Heinz Joas, Bernd Hess, Roland Lehner, Gunnar Henges und Jakel Bossert (von links) feiern mit „Limerick" am 21. April ihren 40. Geburtstag. Foto: ps/Kiss
  • Heinz Joas, Bernd Hess, Roland Lehner, Gunnar Henges und Jakel Bossert (von links) feiern mit „Limerick" am 21. April ihren 40. Geburtstag. Foto: ps/Kiss
  • hochgeladen von Andrea Kling

Pirmasens. Den 40. Geburtstag feiert am 21. April die Pirmasenser Rock-Band „Limerick“ im Musikclub „Z“, die längst Kult-Status erreicht hat und das nicht erst im Jahre 2018.
Gegründet im Jahre 1978 von Jakel Bossert (Schlagzeug), Thomas Wilhelm (Gitarre), Matthias Pfersdorf (Bass), Rainer Drews (Keyboards)und Florian Allgaier (Gesang), kam einige Zeit später der zweite Gitarrist Alexander Wilhelm zur Band. Im Frühjahr 1980 folgten bereits einschneidende Besetzungswechsel: Heinz Joas (Gesang), Bernd Hess (Gitarre), Gunnar Henges (Bass) und Michael Prokopek wechselten von der damals ebenso recht erfolgreichen Band „Katmandu“ zu Limerick. Bis 1984 waren „Limerick“ die mit Abstand erfolgreichste Rock Band in Pirmasens, die großen Wert auf Lieder aus eigener Feder legte.
Im Herbst 1980 produzierte die Gruppe im Tonstudio in Schmelz die erste Single mit den Titeln „Alaska Nights“ und „Hard Work“.
1981 wurde schließlich der Saarländische Rundfunk auf die Bärmesenser Buwe aufmerksam, die auf dem „Schülerferienfestival“ von SR1 zusammen mit dem damaligen Teenie-Idol Thomas Ohrner spielte. Auch die SR 1- Spendensendung „Disco Top Ten“ mit SR-Kultmoderator Manfred Sexauer griff gerne auf „Limerick“ zurück, die 1982 im legendären „Stiefel“ in Saarbrücken einen Auftritt mit Superstar Kim Wilde sowie Roy Black hatte. In der SWR-Sendung „Glaskasten“ hatten „Limerick“ zudem mehrere Auftritte mit ihren Liedern.
Der Höhepunkt der Bandkarriere stand jedoch Ende 1982 mit der Produktion der ersten LP „On Tour“ in den Olympia-Studios in München von Ralf Siegel an. Es war ein rein deutschsprachiges Album mit zwölf Songs. Mittlerweile waren mit Roland Lehner (Gitarre) und Joachim Weber (Keyboards) zwei neue Musiker an Bord. Bei „älteren“ Fans sind Titel wie „Luzifer“, „On Tour“, „Gaby“, „Maiplatz 3“ und vor allem das in Pfälzer Dialekt aufgenommene „Aweitslos“ noch immer im Ohr. „Limerick“ hatten damals schon auf die prekäre Situation auf dem Pirmasenser Arbeitsmarkt hingewiesen.
Erstmals einem größeren Publikum präsentiert wurden die Nummern im Jahr 1983 in der Messehalle. Dort waren „Limerick“ special Guest bei der damals sehr angesagten Climax Blues- Band. 1.800 Zuschauer feierten dieFormation und ihre Songs.
Auch eine „OB-Jugendparty“ gab es in der Messehalle, 2.000 Zuschauer jubelten ihren Idolen zu.
Im Herbst 1983 hatten „Limerick“ der Höhepunkt: Im berühmten Musik Club „Quartier Latin“ in Berlin bewiesen die Pirmasenser Musiker, dass sie auch vor einem Großstadtpublikum bestehen können. Doch die Musiker ruhten sich nicht auf ihren Lorbeeren aus und arbeiteten weiter, auch in der Neuen Deutsche Welle, die die Band beeinflusste: „Mädchen mit den grünen Haaren“, „Nur mit Dir“ und „Autobahn“ avancierten zu beliebten Nummern.
Die Kreativität der Band war ungebrochen: 1983 begaben sich Limerick schließlich nach Wuppertal in ein Tonstudio , um einige englischsprachige Titel wie „Kids Party“ oder die Biker Hymne „Motorgang“ sowie die deutschen Balladen „Wo bist Du“ und „Kennst Du das Gefühl“, gesungen von Christiane Hornung, einzuspielen.
Heinz Joas war übrigens aus beruflichen Gründen nicht mehr in der Band.
„Bring your problems to me“ aus 1984, war die nächste eingängige Nummer mit dem Engländer Jon Dunmore als Gastsänger sowie Christiane Hornung.
Ende 1984 dann das Aus: Hess sowie Lehner wechselten zur Metal-Band „Steel“ und Henges sowie Bossert gründeten mit René Weber die Band „Diva“. Doch „Limerick“ kam in den folgenden Jahren immer wieder für Auftritte zurück und entschloss sich 2013, in der Besetzung von 1980 bis 1984 Kontinuität in die Band zu bringen und natürlich Kreativität. Neue Lieder im Repertoire wie die neue FKP-Hymne „Blau-Weißes Blut“ sind das Ergebnis.
Ein Wiedersehen gibt es mit „Limerick“ am 21. April bei der „Geburtstagsfete“ im „Z1“ in der Zweibrücker Straße. Vorgruppe ist die Classic-Rock-Band „Tumbleweed“. Los geht es um 21, Einlass ist ab 19.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 7 Euro. (ps/ak)

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen