Startschuss für größten Behörden-Neubau seit Jahrzehnten
- Funktionell und energiesparend: So soll die neue Generalzolldirektion einmal aussehen.
- Foto: Uhl Real Estate GmbH / Stadt Neustadt
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Neustadt. Mit dem in Kürze vorgesehenen Start der Rohbauarbeiten für die neue Generalzolldirektion beginnt das seit Jahrzehnten größte Immobilienprojekt in Neustadt an der Weinstraße. Die Arbeiten an der Baugrube haben bereits begonnen. Oberbürgermeister Marc Weigel und Investor Ralf Uhl informierten über den aktuellen Stand des Neubaus, der zahlreiche Arbeitsplätze in der Stadt sichern soll.
Das neue Verwaltungsgebäude der Generaldirektion Zoll entsteht zwischen der Kernstadt und Lachen-Speyerdorf. Geplant sind rund 400 Büroarbeitsplätze. Ziel ist es, die bislang auf mehrere Standorte in Neustadt verteilten Direktions-Dienststellen in einem Gebäude zusammenzuführen.
In den vergangenen Monaten wurden umfangreiche formelle und vertragliche Verfahren abgeschlossen. Dazu zählten ein europaweites Vergabeverfahren sowie Verhandlungen zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, dem Investor und weiteren beteiligten Stellen auf Bundesebene. Mit der notariellen Beurkundung der Verträge Ende 2025 sind die Voraussetzungen für den Baubeginn erfüllt.
Nach der Standortsuche hatte sich der Bund für Neustadt an der Weinstraße entschieden. Die Stadtverwaltung führte daraufhin das Bebauungsplanverfahren durch. Parallel dazu schrieb der Bund das Projekt europaweit aus, um einen privaten Investor und Bauträger zu finden. Den Zuschlag erhielt die Uhl Real Estate GmbH aus Maikammer. Das Unternehmen errichtet den Verwaltungsbau schlüsselfertig für den Bund. Das Investitionsvolumen beträgt rund 41 Millionen Euro. Aufgrund dieser Größenordnung handelt es sich um das größte Immobilienprojekt in Neustadt seit Jahrzehnten.
Gebaut wird nach hohen Energieeffizienzstandards. Vorbereitende Maßnahmen auf dem Grundstück sind bereits erfolgt. Mit dem Start des Rohbaus in den kommenden Tagen beginnt die Hochbauphase. Die Fertigstellung des Bürokomplexes ist für das Jahr 2028 vorgesehen.
Oberbürgermeister Marc Weigel betonte die Bedeutung des Projekts für die Stadt: Für Neustadt sei entscheidend, dass der Behördenstandort langfristig gesichert werde. Der Neubau der Generalzolldirektion sei das Ergebnis eines mehrjährigen Prozesses mit zahlreichen Abstimmungen. Nun bestehe Klarheit und Verlässlichkeit für alle Beteiligten.
Auch Baudezernent und Beigeordneter Bernhard Adams begleitete die Planungen eng. Er hob hervor, dass die Stadtverwaltung zahlreiche planungsrechtliche und infrastrukturelle Voraussetzungen geschaffen habe, um das Vorhaben zu ermöglichen. Der Neubau werde voraussichtlich auch Impulse über das eigentliche Projekt hinaus setzen und zur weiteren Entwicklung des Gewerbegebiets beitragen.
Ralf Uhl, Geschäftsführer der Uhl Real Estate GmbH, dankte der Stadtverwaltung für die enge Zusammenarbeit während der Planungsphase. Die Abstimmungen hätten es ermöglicht, die komplexen Anforderungen eines Bundesprojekts dieser Größenordnung umzusetzen.
Zur Unterstützung des Projekts investiert die Stadt in die öffentliche Infrastruktur rund um den neuen Standort. Im kommenden Jahr sollen die Gehwege in der Theodor-Haubach-Straße erneuert werden. Zudem ist eine Verbesserung der Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr vorgesehen. Geplant ist eine zusätzliche Bushaltestelle an der Speyerdorfer Straße in beide Fahrtrichtungen, um die Erreichbarkeit des Bürokomplexes zu optimieren.
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |
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