Landesgartenschau 2028: Neuer Meilenstein mit offizieller Einweihung der Geschäftsstelle
- Freuten sich über die offizielle Einweihung der LGS-Geschäftsstelle: (v.l.n.r.) Oberbürgermeister Marc Weigel, LGS-Geschäftsführerin Anne Pieper, Landesministerin Christine Schneider, Ministerpräsident Gordon Schnieder, Katharina Schuler (MdL), Dr. Marlene Gottwald (MdL)
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Neustadt. Mit der offiziellen Einweihung ihrer neuen Geschäftsstelle hat die Landesgartenschau Neustadt an der Weinstraße am Mittwoch, 1. Juli, einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Landesgartenschau 2028 erreicht. In der Roßlaufstraße 20 entstand durch den Umbau einer ehemaligen Gewerbehalle ein neuer Arbeits- und Begegnungsort, der zugleich beispielhaft für nachhaltiges Bauen im Bestand steht.
Zur Einweihung begrüßte die Landesgartenschau zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie den beteiligten Planungs- und Handwerksbetrieben. Ministerpräsident Gordon Schnieder bezeichnete das Gebäude als Vorzeigeprojekt für nachhaltiges Bauen. Landesgartenschauen würden Städte dauerhaft verändern, Infrastruktur schaffen und den Tourismus stärken. Trotz gestiegener Baukosten und zusätzlicher Anforderungen im Deponierecht habe das Land die Förderung auf 23,1 Millionen Euro erhöht. Diese Investition wirke weit über die Gartenschau hinaus. Er freue sich darauf, wenn die Bürger das Gelände im Jahr 2028 entdecken und genießen könnten.
Die neue Geschäftsstelle entstand unmittelbar am künftigen Landesgartenschaugelände. Das Gebäude wurde nach den Prinzipien der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft (Cradle-to-Cradle) entwickelt, einem zentralen Leitgedanken der Landesgartenschau. Herzstück des Konzepts sind modulare Holzeinbauten in Holzrahmenbauweise. Sie wurden ressourcenschonend gefertigt, sind flexibel nutzbar und können später vollständig zurückgebaut werden. Ergänzt wird das Konzept durch ökologische Baustoffe wie Hanfkalkstein und Lehm. Der Entwurf der Holzeinbauten geht auf einen Wettbewerb im Rahmen eines Masterprojekts an der RPTU Kaiserslautern zurück und wurde vom Büro Richter Treitz Architekten umgesetzt.
Auch die technische Ausstattung orientiert sich konsequent am Nachhaltigkeitsgedanken. Eine Wärmepumpe, die vorhandene Photovoltaikanlage sowie begrünte Fassaden sorgen für eine ressourcenschonende Energieversorgung und ein angenehmes Raumklima.
Christine Schneider, Ministerin für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten, hob hervor, dass die Geschäftsstelle eindrucksvoll zeige, wie kreislaufeffiziente Rohstoffe in zukunftsweisenden Bauprojekten eingesetzt werden können. Sie verbinde innovative Bauweise mit verantwortungsvollem Ressourceneinsatz und setze damit ein starkes Zeichen für nachhaltiges Bauen. Das „Klimabündnis Bauen RLP“ förderte den Bau der Holzmodule mit Landesmitteln des Ministeriums in Höhe von 200.000 Euro als Leuchtturmprojekt und Beitrag zum Wissenstransfer.
LGS-Geschäftsführerin Anne Pieper betonte, mit der Geschäftsstelle am Speyerbach sei nicht nur ein neuer Arbeitsort für das Team entstanden, sondern auch ein sichtbares Beispiel dafür, wie die Bauwende gelingen könne. Durch den Umzug in unmittelbare Nähe zum Landesgartenschaugelände habe das Team das künftige Ausstellungsgelände nun stets im Blick.
Von der neuen Geschäftsstelle aus werden künftig die Vorbereitungen für die Landesgartenschau 2028 koordiniert. Gleichzeitig soll das Gebäude bereits in den kommenden Jahren als Veranstaltungs- und Begegnungsort für Bürger sowie Partner der Landesgartenschau genutzt werden.
Im Rahmen der Einweihung erhielten die Gäste außerdem Einblicke in den aktuellen Stand der Arbeiten auf dem Landesgartenschaugelände sowie in die langfristigen Perspektiven des Areals. Oberbürgermeister Marc Weigel erinnerte daran, dass erst vor weniger als einem Jahr der Start des Umbaus gefeiert worden sei. Heute zeige sich, wie aus einer ungenutzten Halle ein lebendiger Ort für Ideen, Zusammenarbeit und Zukunftsgestaltung entstanden sei. Die neue Geschäftsstelle sei ein wichtiger Baustein für die Landesgartenschau 2028 und darüber hinaus.
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |
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