Erster KlimaActif Preis an binationale Schülergruppe verliehen
- Engagement, Austausch und Klimaschutz: Eine binationale Schülergruppe erhält den ersten KlimaActif Preis der SGD Süd.
- Foto: SGD Süd
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Neustadt. Zum Abschluss eines dreitägigen grenzüberschreitenden Schülercamps auf der Kalmit hat der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd), Prof. Dr. Hannes Kopf, erstmals den KlimaActif Preis überreicht. Ausgezeichnet wurde eine binationale Schülergruppe aus Bad Bergzabern und dem französischen Bitche.
Bedeutung von Klimaschutz und europäischem Austausch
Bei der Preisverleihung hob Prof. Dr. Hannes Kopf das Engagement der teilnehmenden Schulklassen hervor. Er betonte, dass Klimaschutz bereits im Klassenzimmer beginne und der grenzüberschreitende Austausch einen wichtigen Beitrag zur europäischen Idee leiste. Mit dem KlimaActif Preis werde dieses Engagement gewürdigt und zugleich gezeigt, dass Klimaschutz keine Grenzen kenne.
Drei Tage Projektarbeit in Neustadt
Insgesamt nahmen 35 Schüler der Klassenstufe 11 aus Deutschland und Frankreich an dem Schülercamp teil. Sie trafen sich für drei Tage in Neustadt, um zu den Themen Klima, Biodiversität und Bildung für nachhaltige Entwicklung zu arbeiten. In binationalen Teams führten sie Experimente durch, diskutierten ihre Ergebnisse und entwickelten ein gemeinsames grenzüberschreitendes Gruppenprojekt im Zusammenhang mit dem Klimafasten.
Austausch mit Experten aus Wissenschaft und Praxis
Im Rahmen des Camps diskutierten die Schüler mit Tobias Leonard von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. über das Studium der Naturwissenschaften. Zudem informierte Wetterexperte Christian Müller von KlimaPalatina e.V. über Wetterbeobachtungen früher und heute. Anschließend konnten die Teilnehmer ihr Wissen praktisch anwenden: Mit einem eigens für das Treffen entwickelten Digibound, einer digitalen Schnitzeljagd, beantworteten sie auf der Kalmit Fragen und führten Experimente durch.
Angebote für Schulklassen sollen fortgeführt werden
Der Digibound soll künftig dauerhaft für Schulklassen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist geplant, ein pädagogisches Programm mit Experimenten anzubieten, das von Schulen gebucht werden kann.
Tres’OR: Grenzüberschreitende Bildungsarbeit am Oberrhein
Finanziert wird das Schülercamp über das Interreg-Oberrhein-Projekt Tres’OR. Ziel des Projekts ist es, demokratische Werte sowie ein Bewusstsein für das Zusammenleben in der Oberrheinregion bereits im Schulalltag zu verankern. Im Mittelpunkt stehen dabei Bildung für eine demokratische Kultur, digitale Kompetenzen, nachhaltige Entwicklung, Mehrsprachigkeit und Interkulturalität.
Die Projektleitung liegt beim Pädagogischen Landesinstitut, das gemeinsam mit 17 Partnern aus Bildungsinstitutionen der Nordwestschweiz, dem Elsass, Baden-Württemberg, dem Eurodistrikt PAMINA sowie dem Deutsch-Französischen Jugendwerk pädagogische Materialien für grenzüberschreitende Schulprojekte und Lehrerfortbildungen entwickelt. Diese werden mit Projektschulen erprobt und sollen nach Projektende allen Schulen und Fortbildungseinrichtungen am Oberrhein zur Verfügung stehen.
Ausblick: Pamina-Schulkonferenz Klimaschutz
Als nächste Aktion im Rahmen von Tres’OR organisiert der Eurodistrikt Pamina die Pamina-Schulkonferenz Klimaschutz. Ziel ist es, Schüler aus neun Schulen aus dem Gebiet des Eurodistrikts Pamina grenzüberschreitend zu vernetzen sowie neue Klimaaktionen und Sensibilisierungsmaßnahmen anzustoßen.
Interreg Oberrhein kurz erklärt
Interreg Oberrhein ist ein europäisches Förderprogramm, das seit 35 Jahren die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz unterstützt. In der Förderperiode von 2021 bis 2027 stehen dafür insgesamt 125 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung zur Verfügung. Programmpartner sind unter anderem die SGD Süd, die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium. [red]
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |
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