Ein Beruf, den kaum jemand kennt: Wer Neustadts Weinberge wirklich schützt
- Wer in den Weinbergen früh unterwegs ist, sollte mit großen Arbeitsmaschinen der Feldhut rechnen und Abstand halten.
- Foto: Stadt Neustadt
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Neustadt. Wer frühmorgens in den Weinbergen unterwegs ist, trifft sie oft als Erste: Zwei städtische Feldhüter sind rund um Neustadt unterwegs, damit Wege, Böschungen und Rückhaltebecken in Schuss bleiben und die Flur nicht zur Müllkippe wird.
Marcus Westermann und Andreas Remy betreuen nach Angaben der Stadt Neustadt an der Weinstraße rund 4.500 Hektar Weinberge, Wiesen und Sträucher. Dazu kommt ein Wegenetz von nahezu 900 Kilometern.
Zu ihren Aufgaben gehört viel Handarbeit und schweres Gerät. Sie schneiden Bäume und Sträucher entlang der Weinberge zurück, mulchen Seitenstreifen, pflegen Rückhaltebecken von Gewässern und bessern Feldwege mit Schotter aus.
Illegale Müllentsorgung bleibt ein großes Ärgernis
Ein weiterer Teil der Arbeit spielt sich dort ab, wo andere achtlos handeln. Die Feldhüter gehen Hinweisen nach, die über die MeldooApp eingehen, vor allem bei illegal entsorgtem Müll. Das sei „ein großes Problem und Ärgernis“.
Außerdem verwarnen sie Fahrzeuge, die unzulässig in der Flur abgestellt wurden.
Warum sie den Job trotzdem mögen, beschreiben beide so: „Bei uns ist jeder Tag anders.“ Nach Sturmnächten können Bäume umgefallen sein, nach Starkregen müssen Becken und Wege kontrolliert und instand gesetzt werden.
Oft beginnen die Feldhüter ihren Arbeitstag schon um 4 oder 5 Uhr, auch im Winter, bevor vor allem der Radverkehr zunimmt. Weil ihre Maschinen groß und „vor allem gefährlich“ sind, bitten Westermann und Remy ausdrücklich darum, Abstand zu halten und auch mal Geduld mitzubringen.
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |