50 Jahre Ökumenische Sozialstation: Nahe bei den Menschen
- Olaf Kleinschmidt, Natalia Arndt, Anne Gadinger, Michael Landgraf, Heide Kehr und Luigi Hohenegger
- Foto: Ökumenische Sozialstation
- hochgeladen von Michael Landgraf
50 Jahre Ökumenische Sozialstation, das heißt, nahe bei den Menschen auf deren Nöte eingehen. Dies wurde im Rahmen eines von Michael Landgraf moderierten Festaktes am 31. Oktober 2025 im Bürgerhaus Maikammer eindrucksvoll den rund 200 Anwesenden vor Augen geführt.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Olaf Kleinschmidt und durch Bürgermeister Markus Sell sowie einer Einführung in aktuelle Fragen rund um die Pflege durch den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Sozialstationen, Albrecht Bähr, stellten Geschäftsführerin Natalja Arndt und Pflegedienstleiterin Anne Gadinger die Arbeit der Sozialstationen vor. Über hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich derzeit um mehr als tausend Menschen, Tendenz steigend. Rund 46.000 sind durch Mitgliedschaft in einem der Pflegevereine oder einer Kirchengemeinde an der Ökumenischen Sozialstation angeschlossen. Der Einzugsbereich ist Neustadt sowie Teile der Landkreise Bad Dürkheim und Südliche Weinstraße. Die ehemalige Pflegedienstleiter Heide Kehr und Luigi Hohenegger berichteten, wie sich die Arbeit in den fünf Jahrzehnten verändert hatte. Dies wurde auch in Szenen aus der Pflege deutlich, die Mitarbeiterinnen der Sozialstation zum Besten gaben und das Publikum zum Schmunzeln brachten, gewürzt durch ein Lied als Homage an den Pflegedienst.
Der ehemalige Neustadter Bürgermeister und Sozialdezernent Ingo Röthlingshöfer hielt die Festrede und hob die Bedeutung der Arbeit auch für die Zukunft hervor. Dabei bemängelte er, dass immer mehr Verwaltungsaufgaben dem eigentlichen Zweck, nämlich dem Einsatz für Menschen, entgegenstünden. Bei einer abschließenden Runde betonten die politisch Verantwortlichen für das Einzugsgebiet, der Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld für den Landkreis Bad Dürkheim, Bürgermeister Stefan Ulrich für Neustadt, der Kreisbeigeordneter Georg Kern für die Südliche Weinstraße sowie Bürgermeisterin Gabriele Flach von der Verbandsgemeinde Maikammer, dass sie die Arbeit der Ökumenischen Sozialstationen als Kernaufgabe der Kommunen sehen. Allerdings müsse man bei einem Konstrukt mit einem Verein als Träger angesichts der Probleme, die es in der Vereinslandschaft gibt, auch gewappnet sein, mehr Verantwortung als Kommune zu übernehmen.
Die Musicalsängerin Tracy Plester und der Gitarrist Christoph Stadtler boten einen würdigen und begeisternden Rahmen für die Veranstaltung, in der auch eine Foto-Ausstellung der letzten 50 Jahre zu sehen war.
Autor:Michael Landgraf aus Neustadt/Weinstraße |
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