Hoch hinaus in der Pfalz
Schänzelturm bei Edenkoben

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Von Markus Pacher

Wandertipp. Rund fünfzig Aussichtstürme gibt es im Pfälzerwald. Unter die drei höchstgelegensten zählt neben dem Kalmit Turm bei Maikammer und dem Ludwigsturm auf dem Donnersberg der Schänzelturm bei Edenkoben. Er krönt den Steigerkopf, einer der wenigen 600er-Gipfel der Pfalz.

Blutige Schlacht am Steigerkopf

Eine steile, zunächst außen, ab der Turmmitte innen verlaufende Wendeltreppe aus Sandstein führt auf die Plattform in 13 Metern Höhe. Der etwas beschwerliche Aufstieg über die ausgewaschenen Stufen lohnt sich, auch wenn die Rundumsicht teils durch den Baumbewuchs beeinträchtigt ist. Im Jahre 1874 wurde das imposante achteckige rustikale Gemäuer vom Schänzelturmverein Edenkoben erbaut und erinnert an die Waldstellungen der Revolutionskriege von 1794/95, bei denen der Steigerkopf eine wichtige strategische Rolle einnahm. Eine am Turm angebrachte gußeiserne Tafel mahnt an die blutige Schlacht am 13. Juli 1794 und ihre Opfer: „Dem Andenken der tapfern preußischen Krieger, welche im Kampfe gegen das französische Invasionsheer am 13. Juli 1794 hier den Heldentod für das deutsche Vaterland starben“.

1500 gefallene Soldaten

Die damalige Schlacht endete mit der Einnahme des Steigerkopfes durch die Franzosen und kostete 1500 deutschen Soldaten das Leben. Angeblich soll der damalige General von Pfau der Aufforderung der Franzosen sich zu ergeben, mit folgenden Worten begegnet sein: „Je ne me rends pas à voleurs – ich ergebe mich nicht Dieben“, bevor er von Kugeln und Bajonetten durchbohrt wurde.
Vom Parkplatz Heldenstein am Ende des Edenkobener Tals ist der Schänzelturm in etwa einer halben Stunde über die Markierung grün-weiß und rotes Kreuz gut erreichbar. Nach wenigen Minuten gelangen wir auf dem Weg dorthin zu zwei weiteren Denkmälern, die an die damalige Schlacht erinnern.

Herrliche Höhenwanderung

Der Schänzelturm kann auch vom Parkplatz Lolosruhe über die blau-gelbe Strichmarkierung angesteuert werden. Als schöne Rundwanderung, die oberhalb der 500-Meter-Grenze ohne nennenswerte Höhenverluste verläuft, darf die Tour Heldenstein-Schänzelturm-Lolosruhe-Heldenstein (ca. 9 Kilometer) empfohlen werden. Etwas kürzer ist die „Südroute“ Heldenstein-Schänzelturm-Benderplatz-Heldenstein.

Autor:

Markus Pacher aus Neustadt/Weinstraße

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