Hans Köble hätte es gefallen
Verleihung des Hans-Köble-Gedächtnisorden
- 44. Köblesorden
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44. Verleihung des Hans-Köble-Gedächtnisorden
Hans Köble hätte es gefallen und auch sehr gefreut, dass seine Beharrlichkeit nach so vielen Jahrzehnten immer noch seine Wirkung zeigt. Er hatte sich seinerzeit als Vollblutfastnachter geweigert, die Teilung der Käfertaler Fasnacht in zwei getrennte Vereine, die Löwenjäger“ und die „Spargelstecher“ zu akzeptieren und trat bis zu seinem Lebensende, allen internen Widerstände zum Trotz, auf beiden, nun getrennten, Fasnachts-Bühnen in die Bütt. Um diesen großen Mann zu ehren, stifteten die beiden Käfertaler Vereine aus Dankbarkeit einen Orden, der seit dem Jahre 1980, jährlich im Wechsel, dieses Jahr nun, nach einem Jahr Pause, bereits zum 44. Mal verliehen wurde, den Hans-Köble-Gedächtnisorden. Bedacht werden dabei stets drei Personen, einen jeweils aus den beiden Vereinen und zudem eine öffentliche Person.
Gemeinsam zogen Elferräte und Tanzgarden der beiden Käfertaler Fastnachtsvereine in das Kulturhaus Käfertal ein, begleitet von Ihrer Lieblichkeit Melanie I.(Spargelstecher) sowie der diesjährigen Stadtprinzessin Nadine II. von den Grokageli.
Mark Engels, stellvertretender Präsident der Löwenjäger und Alexander Boppel, Präsident der Spargelstecher führten gewohnt locker durch das kurzweilige Programm. Begrüßen durfte Engels neben Kultur-Bürgermeister Torsten Riehle, Gabriele Katzmarek (MDB) und Stefan Fulst-Blei (MDL) zahlreiche Stadträtinnen und Stadträte, Bezirksbeiräte, ehemalige Köbleorden-Träger sowie eine bunte Delegation aus Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Mannheimer Fastnachtsvereine. Auch Lukas Glocker, neuer Leiter der katholischen Pfarrkirche St. Sebastian, gab sich an diesem Abend die Ehre.
Thorsten Riehle überbrachte die Grüße der Stadt Mannheim. Er hob einmal mehr den unverzichtbaren unermüdlichen Einsatz der Ehrenamtlichen für das Gelingen guter Vereinsarbeit hervor und kokettierte, unter dem Gelächter der Anwesenden, als „Obernarr der Stadt Mannheim“ mit der noch laufenden Bewerbung als Stadtprinz an der Seite von Lieblichkeit Nadine II.
Alexander Fleck, Köblesordensträger resümierte in gekonnter Reimform die Vita Köbles, bespickt mit altbekannten Witzen Köbles stilecht in Strohhut und weißem Handschuh vorgetragen. Und nachdem er auch noch einmal, ebenfalls in Reimform, die amüsante Geschichte der Namensherkunft der „Löwenjäger“ in Erinnerung gebracht hatte, lüftete er das Geheimnis um den ersten der drei designierten Ordensträger. Herbert Köble, Neffe des Vollblutfastnachters, nahm diesen Preis stolz entgegen.
Die Laudatoren für die beiden nächsten Preise machten es durch ein behutsames Herantasten der Beschreibung an Person und jeweilige Verdienste spannend, bevor es den jeweiligen Aspiranten dämmerte und sie sich als neue Ordensträger bzw. -Ordensträgerin erkannten, denn auch sie wurden an diesem Abend von der bevorstehenden Auszeichnung überrascht. Für die Löwenjäger wurde Silke Krüger ausgezeichnet, die nach eigenen Gardeerfahrungen in der Jugend als Trainerin des Männerballetts wahrlich stets starke Nerven beweisen muss, wie Engels schmunzelnd in seiner Laudatio betonte. Den wohl verdienten Orden der Spargelstecher erhielt Norbert Binder, der Kampagne um Kampagne hinter den Kulissen zum Gelingen der Veranstaltungen zahllose unbezahlbare Handgriffe und Dienste erledige, ohne jeweils selbst ins Rampenlicht treten zu wollen, so Boppel. „Vorort-Bürgermeister“ von Käfertal Florian Mattheier übernahm die dankbare Aufgabe, den sichtlich bewegten und sprachlosen Ordensträgern die Orden zu überreichen.
Für die musikalische Auflockerung sorgten Auftritte der Offiziersgarde von Löwenjäger sowie Spargelstecher mit ihren Gardetänzen, das „Dreierlei“ der Spargelstecher, Madeleine, Lenja und Marco sowie der „turbulente“ Showtanz der Offiziersgarde Löwenjäger „Anschnallen und Abheben auf Flug 0815“.
Alexander Boppel und Mark Engels begeisterten zudem mit einer musikalisch aufgepeppten flotten Version von Köbles Liedklassiker „Ja, kennscht du misch denn net…“, bei dem auch die Gäste textsicher mitsingen konnten.
Nachdem Alexander Boppel mit seiner neuen Hymne „Mannem, Mannem, Käfertal“ den offiziellen Teil bemerkenswert gefühlvoll beendet hatte, lud Mark Engels mit „Bis zum nächsten Mal“ die zahlreichen Gäste ein, diese sehr gelungene und kurzweilige Jubiläumsveranstaltung bei anregenden Gesprächen, Sekt und Häppchen ausklingen zu lassen.
Text: Beate Tilg Bilder: Wolfgang Neuberth
Autor:Wolfgang Neuberth aus Mannheim |
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