Mannheim: Taxifahrer stoppte Amokfahrer und rettete Leben
- Taxifahrer Muhammad A. steht mit seinem Taxi an der Stelle in Mannheim, an der er mit seinem Auto den Amokfahrer stoppte.
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Mannheim. Am Rosenmontag des vergangenen Jahres hat der Taxifahrer Muhammad A. in der Mannheimer Fußgängerzone durch sein mutiges Eingreifen eine Amokfahrt gestoppt und damit Schlimmeres verhindert. Der Täter tötete zwei Menschen und verletzte 14 weitere, bevor A. ihn in einer Sackgasse mit seinem Taxi aufhielt. Trotz der Gefahr scherte der 47-Jährige aus der Reihe wartender Taxis aus, warnte Passanten und stellte sich dem Täter entgegen. Innenminister Thomas Strobl würdigte A.s Einsatz als entscheidend, um weitere Opfer zu verhindern.
Der Täter, ein 40-jähriger Mann aus Ludwigshafen, wurde im Dezember wegen zweifachen Mordes und versuchten Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Aufgrund einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung wurde er in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.
Muhammad A., der seit 19 Jahren in Deutschland lebt und ein Taxiunternehmen mit zwölf Mitarbeitern führt, kämpft seit der Tat mit den psychischen Folgen. Er berichtet von Konzentrationsproblemen und Kopfschmerzen, die ihn in seiner Arbeit einschränken. Unterstützung findet er bei seiner Familie und der Ahmadiyya-Gemeinde, der er angehört. "Ich bin kein Held", sagt A., "meine Religion sagt, dass alle Menschen gleich sind." Dennoch motiviert ihn der Zuspruch seiner Familie, insbesondere seiner Kinder, die stolz auf ihn sind.
Die Tat hat in Mannheim und darüber hinaus große Anerkennung für A.s Mut ausgelöst. Der Generalsekretär seiner Gemeinde beschreibt ihn als bescheiden und hilfsbereit. A. selbst betont, dass jeder helfen sollte, wenn es möglich ist. dpa.
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Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |