Die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz sinkt im September

Die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz sinkt im September  /Symbolbild | Foto: Golib Tolibov/stock.adobe.com
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Rheinland-Pfalz. Im September ist die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz deutlich zurückgegangen. Wie aus den Meldungen der Arbeitsagenturen im Land hervorgeht, waren im vergangenen Monat 125.013 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 4559 weniger als im August, aber 3761 mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent. Im Oktober des Vorjahres lag sie bei 5,3 Prozent.

Ministerpräsident Alexander Schweitzer sagte mit Blick auf die aktuellen Arbeitsmarktzahlen: „Ein Schwerpunkt der Arbeitsmarktpolitik des Landes ist es, Menschen bei den Veränderungen in der Arbeitswelt infolge der Transformation durch Weiterbildung und Qualifizierung zu unterstützen. Wir nehmen aber auch diejenigen in den Blick, die schon länger arbeitslos sind und denen es bisher nicht gelungen ist, eine Beschäftigung zu finden. Das erreichen wir durch eine große Bandbreite an Förderansätzen, die auf unterschiedliche Art und Weise einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten.“

Arbeitsministerin Dörte Schall kündigte in diesem Zusammenhang grünes Licht für 158 Projekte an, die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus gefördert werden und ab Januar 2026 starten sollen. Es handelt sich um arbeitsmarktpolitische Projekte, die im Rahmen eines im Juli veröffentlichten Aufrufs eingereicht, bewertet und für eine Förderung aus dem ESF+ ausgewählt wurden.

Arbeitsministerin Dörte Schall: „Ich freue mich sehr, dass die Förderprogramme des Arbeitsministeriums im Aufrufverfahren so gut angenommen wurden. Das zeigt, dass wir auf die bestehenden arbeitsmarktpolitischen Bedarfe mit den passenden Instrumenten reagieren und die Mittel des Landes sowie aus dem ESF+ zielgerichtet einsetzen.“
Im Vergleich zum Vorjahr gab es demnach deutlich mehr Projektanmeldungen für die Förderansätze JobAction, Perspektiven eröffnen Plus und Frauen aktiv in die Zukunft.

So können im Förderansatz JobAction im nächsten Jahr 18 statt wie bisher 15 Projekte gefördert werden. Die Projekte haben zum Ziel, mit Hilfe gezielter Motivationsarbeit und handwerklich-künstlerischer Projektarbeit die Ausbildungsfähigkeit von Jugendlichen zu erhöhen, die zuvor negative Erfahrungen mit anderen Lernformen gemacht haben.

Auch in den Förderansätzen, die sich an Langzeitleistungsbeziehende richten, können mehr Projekte als bisher gefördert werden. Im Förderansatz Perspektiven eröffnen Plus kann die Zahl der Projekte von 18 auf 24 gesteigert werden. Ziel der Projekte ist es, erwerbsfähige Menschen im SGB II-Bezug durch ganzheitliche Qualifizierung zu fördern sowie das Armutsrisiko und soziale Ausgrenzung zu verringern. Im Förderansatz Frauen aktiv in die Zukunft können zudem 25 statt bisher 21 Projekte mit einer Förderung rechnen. Die Projekte sollen zur Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit von Frauen im SGB II-Bezug beitragen.

Ein wichtiger Baustein in der Transformationspolitik des Landes ist der Förderansatz Transformationsbegleitung, in dem 15 Projekte für eine Förderung ausgewählt werden konnten, das heißt eines mehr als bisher. Das Angebot der Transformationsbegleitung kann somit auch im nächsten Jahr flächendeckend in Rheinland-Pfalz vorgehalten und leicht ausgebaut werden. Vor dem Hintergrund der sich wandelnden Arbeitswelt erhalten Beschäftigte von den Transformationsbegleiterinnen und -begleitern individuelle Coachings auf Grundlage einer Kompetenz- und Arbeitsplatzanalyse.
„Die Menschen in Rheinland-Pfalz erhalten mit dem ESF+ und durch die Kofinanzierung des Landes die Möglichkeit, ihre beruflichen Perspektiven zu verbessern, beispielsweise durch eine Qualifizierung oder eine berufliche Weiterbildung, ein Beratungsangebot oder ein Coaching. In Zeiten der Transformation wollen wir Chancen geben und niemanden alleine lassen“, so Ministerin Schall.red

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Autor:

Karin Hoffmann aus Ludwigshafen

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