BASF konzentriert sich aufs Kerngeschäft: Lacke-Sparte-Verkauf Teil der Strategie
- Blick von Rhein-Neckar-Mündung auf BASF (Hafenviertel Mannheim)
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Ludwigshafen. Der Chemieriese und US-Investor Carlyle haben den Verkauf gestern vollzogen. Für die verkauften Anteile an der Sparte für Autolacke, Reparaturlacke und Oberflächentechnik in der Luft- und Raumfahrt waren 7,7 Milliarden angesetzt.
BASF wird 40 Prozent der Sparte behalten, die schon immer zum Kerngeschäft gehört. Dem Konzern fließen 5,8 Milliarden vor Steuern in bar zu.
„Dieser erfolgreiche Abschluss ist ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung unserer ‚Winning Ways‘-Strategie, mit der wir den Wert unserer Standalone Businesses herausstellen wollen“, so Dr. Markus Kamieth, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE. „Indem wir eine Eigenkapitalbeteiligung von 40 Prozent halten, werden wir weiterhin an der zukünftigen Wertschaffung des Coatings-Geschäfts partizipieren und gleichzeitig den strategischen Fokus von BASF schärfen.“
Nach der Winning-Ways-Strategie will BASF sich aufs Kerngeschäft konzentrieren, indem das Werk etwa 20 Prozent der Fixkosten spart, also der Kosten, die unabhängig von der Menge der Produktion anfallen. Das schließt auch die Optimierung des Personaleinsatzes ein. Die Sparte Agrarprodukte wird auf einen Börsengang vorbereitet.
Die europäische Chemieindustrie macht derzeit eine der größten Krisen der letzten 30 Jahre durch. Experten glauben, dass die Chemie in Deutschland wegen Marktverwerfungen, Umbrüchen nach der Pandemie, weltweiter Lieferketteninstabilität und der Energiekrise in Schwierigkeiten geraten ist.
Die Chemie in Deutschland verändert sich außerdem derzeit stark. Europäische Chemiekonzerne investieren derzeit in grüne Chemie und Technologien mit geringen Emissionen. Die Investitionen zahlen sich nur auf lange Sicht aus und tragen kurzfristig noch nicht zur Wettbewerbsstrategie bei.
Laut BASF soll das Werk dennoch das größte der Welt bleiben. Die europäische Chemieindustrie wird stark bleiben, auch wenn die Kernsektoren und Erfolgsmodelle sich derzeit wandeln. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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