Kühl bleiben bei emotionaler Überforderung: Strategien für heiße Tage
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Gesundheit. Sonne bringt uns gute Laune – einerseits. Heiße Tage machen aber auch schlapp und können sogar psychisch belasten. Studien belegen, dass Hitze das Risiko für Gereiztheit, Unruhe oder depressive Verstimmungen erhöht. Angesichts der Klimaveränderungen wächst bei vielen das Gefühl von Hilflosigkeit und Sorge. Begriffe wie Klimaangst oder Klimatrauer fallen immer häufiger. Das zeigt: Der Klimawandel ist auch eine seelische Herausforderung. Was steckt dahinter – und mit welchen Strategien können wir uns dagegen wappnen?
Je heißer die Tage, desto hitziger das Gemüt
Hitze versetzt unseren Körper in Alarmbereitschaft: Die Blutgefäße weiten sich, das Herz schlägt schneller und das Hormon Vasopressin wird vermehrt ausgeschüttet. Das hilft, Flüssigkeit im Körper zu halten, führt aber auch zu gesteigerter Reizbarkeit. Besonders ältere, vorerkrankte oder psychisch empfindliche Menschen leiden ab etwa 25 Grad häufiger unter Schlafproblemen, Kreislaufbeschwerden und Erschöpfung. Hitzetage können die Wirkung von Medikamenten, auch von Psychopharmaka, verstärken – körperlicher und seelischer Stress nehmen zu. Studien zeigen, dass an besonders heißen Tagen Suizidraten, Gewaltdelikte und Unfallzahlen ansteigen. In Kliniken nimmt die Zahl der Notaufnahmen ebenso zu wie die Einweisungen in psychiatrische Einrichtungen. Die Hitze erschwert nicht nur körperliches, sondern auch soziales und geistiges Funktionieren.
Wenn die Welt zu viel wird – Klimaangst und Klimatrauer
Nicht nur die hohen Temperaturen machen zu schaffen – auch das Wissen um die Klimakrise kann belasten. Die Sorge um die Zukunft des Planeten und die eigenen Lebensumstände kann zu Stress, Angstzuständen und Hoffnungslosigkeit führen. Betroffene Menschen fühlen sich überfordert, traurig oder schuldig, wenn sie an Umweltzerstörung, Artensterben oder zukünftige Generationen denken. Das ist verständlich. Klimaangst und Klimatrauer sind Reaktionen auf reale Bedrohungen. Sie zeigen, dass man mitfühlt – und Verantwortung übernehmen will.red
Weitere Informationen:
Weitere Informationen finden Interessierte unter: www.gesundheitstelefon-rlp.de und bis Donnerstag, 14. August, unter der Telefonnummer: 06131 206930, als Podcast auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Informationen zum Thema Hitze findet man unter: www.hitzeundgesundheit.lzg-rlp.de
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Autor:Karin Hoffmann aus Ludwigshafen |
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