BASF richtet den Blick stärker aufs Kerngeschäft und stellt Standort neu auf
- Blick von Rhein-Neckar-Mündung auf BASF (Hafenviertel Mannheim)
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Ludwigshafen. BASF startet die nächste Phase ihrer Strategie „Winning Ways“ und rückt die Stärkung der Kerngeschäfte in den Mittelpunkt. Für den Standort Ludwigshafen besonders relevant: Das Unternehmen nennt ausdrücklich die Restrukturierung des größten Verbundstandorts als Teil des Weges.
BASF hat dafür ein „Core Transformation Office“ eingerichtet. Julia Raquet (50), President, leitet es und berichtet in dieser Funktion direkt an Dr. Markus Kamieth, Vorstandsvorsitzender der BASF SE. In den Kerngeschäften ist das Unternehmen stark am Markt, treibt durch Forschung neue Ideen voran. Sie erlauben auch die grüne Transformation.
Die Kerngeschäfte von BASF umfassen die vier Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Nutrition & Care. Zusammen erzielen sie einen Umsatz von rund 40 Milliarden Euro und machen BASF zum größten diversifizierten Chemieunternehmen der Welt. Die Kerngeschäfte passen sehr gut zusammen: Von Basischemikalien bis zu kundennahen Chemieprodukten sind sie tief in lange Wertschöpfungsketten integriert. BASF verkauft Produkte auf jeder Stufe der Wertschöpfungskette. Die Lieferketten sind dabei zu Unternehmen in der Region konzentriert.
Programm „CoreShift“ soll bis 2029 Fixkosten senken
BASF bündelt die nächste Etappe unter dem Namen „CoreShift“. Das Programm zielt darauf ab, bis 2029 Netto-Einsparungen im Kerngeschäft gegenüber dem Jahr 2024 bei den zahlungswirksamen Fixkosten von bis zu 20 Prozent zu erreichen.
BASF beschreibt als zentrale Hebel eine weitere Vereinfachung von Prozessen und Organisation, weltweit harmonisierte Geschäftsprozesse und standardisierte IT-Lösungen. Dazu zählt auch ein eigenes ERP-System für die Kerngeschäfte sowie ein stärkerer Einsatz von KI in der BASF-Gruppe. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |