Stadt plant neue Holzmodul-Kitas als schnelle, wirtschaftliche Lösung
- Die neue Kita in der Schanzstraße, Ecke Rohrlachstraße. Am Eingang ist die Holzmodulbauweise erkennbar, die Kita war aber nicht Teil von FlexiKitaLU.
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Ludwigshafen. In Friesenheim werden zwei Kitas gebaut. Nach der Standortanalyse der Stadt sollen sie an der Leuschnerstraße/Ecke Fichtestraße und an der Erzbergerstraße entstehen. Beide Kitas sollen jeweils Platz für bis zu 100 Kinder ab zwei Jahren bis zum Schuleintritt bieten.
Beide Kitas werden in Holzmodulbauweise entstehen, geplant von der BPG Ludwigshafen. Das Projekt FlexiKitaLU, das die Verwaltung 2025 auf den Weg brachte, liefert nicht nur eine schnelle und wirtschaftliche Lösung. Die Kitas sollen später flexibel umgenutzt oder versetzt werden können. Geplant sind jeweils zwei Geschosse und rund 1000 Quadratmeter Außengelände.
Laut Beigeordnetem Lars Pletscher wurden zuvor acht mögliche Standorte geprüft. Dazu gehörten unter anderem die Bexbacher Straße, die Weiherstraße und ein Bolz- und Spielplatz an der Ruthenstraße. Ziel sei ein „begründetes, nachvollziehbares und transparentes“ Verfahren gewesen. Dabei habe die Stadt Themen wie Klima, Naturschutz, Verkehr und den Bedarf an wohnortnaher Betreuung gegeneinander abgewogen.
Den Standort Leuschnerstraße hatte die Verwaltung kontrovers diskutiert. Die Stadt berücksichtigte Hinweise aus der Nachbarschaft: So soll der alte Baumbestand erhalten bleiben, das Gebäude erhält ein Gründach, die Sichtachse zwischen Friedenskirche und Ebertpark bleibt bestehen und auch der Parkplatz bleibt erhalten. Eine Bürgerinitiative sprach sich seit mehr als einem Jahr gegen den Bau der Kita im Alwin Mittasch Park aus, angesichts der stark versiegelten Flächen in Friesenheim. Die Stadt wählte den Standort nur dennoch bevorzugt aus.
Der Bedarf ist groß. Zum Kindergartenjahr 2026/27 fehlen in Friesenheim laut Stadt rund 180 Plätze. Das entspricht etwa einem Fünftel des gesamten Ausbaubedarfs in Ludwigshafen. Hinzu kommt, dass Kita-Gebäude dort bald nicht mehr nutzbar sind, sodass ein Bedarf von insgesamt 360 Plätzen entsteht.
FlexiKitaLU soll vor allem den derzeit hohen Bedarf decken. Aktuell fehlen 899 Plätze – rein baulich gesehen. Denn Kinder ab zwei Jahren haben landesweit ein Recht auf einen Kita-Platz. Mit dem geplanten Wohnungsbau wird der Bedarf zusätzlich steigen. Insgesamt werden bald 1246 Plätze benötigt. In Friesenheim wird der Bedarf angesichts des künftigen Wohnungsbaus besonders hoch sein: Das Ausbauziel liegt bei 850 Plätzen.
Die jeweils zweigeschossigen Gebäude in Holzmodulbauweise bieten Platz für 100 Kinder. Hinzu kommen Außengelände und Spielflächen. Demografie bedingt wird sich der Bedarf verändern – die Gebäude sind deshalb auch anderweitig nutzbar.
Der Stadtrat hatte bereits Ende Juni 2025 grundsätzlich drei neue Flexi-Kitas beschlossen. Ein Standort in der Pettenkoferstraße steht bereits fest. Die beiden weiteren Einrichtungen sollen nun in Friesenheim gebaut werden. Die politischen Beratungen über die beiden Standorte starten am 8. Juni im Bau- und Grundstücksausschuss. Der Stadtrat entscheidet am 22. Juni endgültig über die Pläne. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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