Schwammstadtelement in der Gartenstadt: Entsiegelung in Damaschkestraße
- Symbolbild Versickerungsgraben entlang einer Straße
- Foto: Julia Glöckner/KI-generiert
- hochgeladen von Julia Glöckner
Ludwigshafen. Der Straßenraum in der Damaschkestraße wird umgestaltet und entsiegelt. Denn mit dem Klimawandel steigt das Risiko für Extremwetter, also Starkregenereignisse und Hitzetage. Innerstädtische Räume müssen sich anpassen. Straßenräume spielen dabei eine wichtige Rolle. Dort kann sich das Wasser bei anhaltendem Regen stauen, wenn die Kanalisation an die Grenzen kommt.
Die Umbauarbeiten in der Damaschkestraße beginnen ab Montag, 2. Februar. Im Abschnitt zwischen der Kallstadter Straße und der Niederfeldstraße entsteht ein sogenannter Retentionsraum zur Starkregenvorsorge. Dies sind Flächen, die bei Hochwasser oder Starkregen Wasser aufnehmen, das nicht schnell genug abfließen kann.
Der betroffene Abschnitt der Damaschkestraße gilt im Fall von Starkregenereignissen als besonders anfällig für Überschwemmungen.
Der südliche Teil der Damaschkestraße wird entlang des bestehenden Grünstreifens um 1,5 Meter entsiegelt und zurück gebaut. Die Fläche, die frei wird, lässt sich begrünen und damit dem in der Straßenmitte angelegten Grünstreifen zuschlagen. Dort wird ein vertiefter und begrünter Graben angelegt, der künftig Überschwemmungswasser auffangen soll. Muldenversickerung nennen Schwammstadtplaner Vertiefungen wie Gräben oder Rinnen, die das Wasser aufnehmen, nach kurzer Speicherung gepuffert und langsam im Boden versickern.
Während der Bauphase stehen die Parkplätze entlang des betroffenen Straßenabschnitts nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung. Um die Gesamtbaumaßnahme zügig umzusetzen, werden die Straßenbauarbeiten zunächst unter Einrichtung einer Vollsperrung für den Durchgangsverkehr durchgeführt. Diese Vollsperrung ist für einen Zeitraum von etwa fünf bis sechs Wochen vorgesehen. Anliegerinnen und Anlieger können ihre Grundstücke während dieser Zeit weiterhin anfahren. Der Busverkehr wird kleinräumig umgeleitet.
Im Anschluss kann die Herstellung der grabenartig vertieften Retentionsmulde entlang des Grünstreifens unter Aufhebung der Vollsperrung bei halbseitiger Sperrung erfolgen. Insgesamt ist für die gesamte Baumaßnahme eine Bauzeit von drei Monaten eingeplant.
Die Mittel kommen aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation des Landes (KIPKI). Daraus lassen sich Maßnahmen umsetzen, um CO2-neutral zu werden oder die Städte klimafit zu machen. Die Stadt Ludwigshafen hat über das Programm Fördermittel in Höhe von 7,5 Millionen Euro für die Umsetzung von insgesamt 17 Projekten erhalten. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.